Philips 29PT825B/00, Netzteil schwingt nicht

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hhemetsberger

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Nach einer längeren Vorgeschichte (siehe meinen Beitrag vom 17. Mai) ist das Netzteil ausgefallen und ich bringe es nicht mehr hoch.

Bereits getestet:

* Gleichspannung primär ok (ca. 300 V)
* Schalttransistor ok (BUT12AF)
* Sekundär Wicklung für +141 V (ungeregelt) abgeschlossen und daran 60 W Glühlampe angeschlossen.
* Im nächsten Schritt Sekundärwicklung für +13 V (geregelt) abgeschlossen. Keine Last angeschlossen.

Da gibt es noch eine symmetrische Sekundärwicklung für +11 V und -11 V. Die habe ich noch unberührt gelassen.

Kurzum, das Netzteil startet nicht. Ich habe den Eindruck, dass irgendein Schutzmechanismus aktiv ist, der den Start des Netzteils verhindert. Oder wird irgendeine Rückkopplung vom Zeilentrafo, vom Vidoverstärker oder von sonstwo benötigt, damit das Ding läuft?

Kann mir da jemand helfen. Schaltpläne habe ich, ein Service Manual jedoch nicht. Danke für jede Hilfe.

Grüße aus Wien, Hans
 
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alexandro28

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Hallo Hans,ich hoffe ,dass du alle elkos getauscht hast? messen sage ich immer bringt nichts widerstaende auch kontrolieren !!!! Also FBT , vertikal mach alles aus und probier mal mit birne 60watt ist ok.BUT12AF ,hatte vor 2 monate mit dem dings probleme gehabt,messen war ok,aber habe nach 3 stunden kampf getauscht und es war alles ok ....Hoffentlich hilft dir das was ich gesagt habe

drueck dir die Daumen
 
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hhemetsberger

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Hallo Alexandro, danke für die Hinweise. Ich werde diese Komponenten genau ansehen. Zusatzfrage: Kann ich mit Sicherheit davon ausgehen, dass es KEINE elektronische Sperre (Schutzschaltung etc.) gibt, die das Netzteil am Schwingen hindert? Hans
 
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alexandro28

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hallo Hans ,
das Netztteil von Philips ich meine alle modelle ist so ein mist .... ganz schwer zu reparieren.Also falls irgenwelcher widerstand sein wert vergroessert hat ,elko,vertroknet ,denn hast keine impulse mehr und das netzteil scweigt.Man wird verueckt ,alle aktiven komponenten sind in ordnung aber ,trotzdem funktioniert net.Also probier erstmal das ,falls net hilft denn helfe gerne weiter ,kann es sein zum beispiel ,das netzteil startet net weil das zeilentrafo kaputt ist ,kurzschluss..
 
RHarbig

RHarbig

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Hallo,
zur Überprüfung des Netzteils wie folgt vorgehen:

- Trans. T7384 entfernen od. Basis und Emitter kurzschließen (der Prozessor kann das Netzteil nicht mehr abschalten, alle Schutzschaltungen bleiben aktiv!)
- Spule L5511 einseitig ablöten
- Die Spannungsversorgung +141V mir einer 60/75W Lampe belasten; dazu die Lampe z.B parallel zu C2238 löten.
- Das Gerät einschalten, die Lampe muß nun dauerhaft leuchten

Lampe leuchtet: Das Netzteil ist o.k., keine Schutzschaltung aktiv

Lampe leuchtet nicht:
- Die Schutzschaltung ist aktiv (T7381 ist leitend; z.B. Tonendstufe def)
- evtl. Netzteil-Steuermodul defekt

Falls Netzteil o.k.:

Die Zeilenendstufe wieder anklemmen, Trans. T7384 weiter außer Betrieb lassen; Gerät einschalten und die Spannung an der Basis von Transistor T7381 messen. Falls eine Spannung >0,5V anliegt, alle an diese Schutzschaltungsleitung angeschlossenen Stufen überprüfen (OW-Stufe, Vertikalstufe, Hochspannung, usw.)

Aus InfoTipp von Phillips

Gruß
RHarbig
 
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alexandro28

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Fast alle infos von Philipssind bei mir vorhanden,aber!!!! Bis heute hats mir NICHTS geholfen denn fehler war immer irgendwo anders ,also ......
 
RHarbig

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Na hallo,
dass ist doch aber wenigstens den Versuch wert und eine konstruktive Hilfe.
Gruß
RHarbig
 
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hhemetsberger

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RHarbig, danke sehr für den Beitrag. Im Moment habe ich das Problem, dass sich das von Philips mit dem Gerät ausgelieferte Schaltbild nicht mir der Ausführung deckt. Diese Schutzlogik mit den 3 Transistoren 7380, 7381 und 7384 ist wohl am Printaufdruck zu sehen, die Bestückung ist jedoch nicht ausgeführt. 7380 und 7381 sind einfach nicht bestückt und den Platz für den 7380 habe ich bislang nicht gefunden. Da sind etliche Brücken darübergelötet und SMD Bauteile auf Reserveplätzen bestückt. Ich versuche gerade vom Philips Servicecenter in Hamburg ein Schaltbild für die vorhandene Ausführung zu erhalten. Ich hoffe das klappt. Also, vorerst danke. lg, Hans
 
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hhemetsberger

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Leider kriege ich von Philips das Schaltbild nicht. Jetzt hoffe ich, dass mir jemand aus der Runde helfen kann.

Die Produktionsnummer des Gerätes ist AG029547472069

Falls mir niemand helfen kann, werde ich mir die Mühe machen müssen, die kleinen Bahnen zu verfolgen und die Schaltung aufzunehmen. Damit warte ich aber noch ein bißchen.

Kann mir jemand das Schaltbild der 'Schutzlogik' (oder wie immer dieser Kreis genant wird) bereitstellen. PDF, Fax, Link, alles wäre fein.


Falls nicht, werde ich mir die Mühe machen müssen, die ausgeführte Schaltung
 
RHarbig

RHarbig

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Sorry, ich habe unser Schaltbildlager auf den Kopf gestellt, aber FL 4.26AA ist aus welchem Grund auch immer nicht mehr da. Sonst hätte ich Dir weitergeholfen.
Gruß
RHarbig
 
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alexandro28

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ich begreife das ganze einfach nicht !!!! was ist so kompliciert ??? na gut net immer hat man schaltplan zur verfuegung.Alle IC-es haben datascheets von der Hersteller und das reicht denle mir vollkommen.Sage mir bitte alle IC-es im netzteil. ,processor, tranzistoren im netzteil und schauen wir ,hast du schon ausprobiert was ich dir empfolen habe?Ja bin damit einverstanden-elkos und widersteande sind schwer zu ueberpruefen ,man kann es aber net machen ,so ist im fernsehetehnik :roll:
 
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hhemetsberger

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Rharbig, nochmals herzlichen Dank für den InfoTipp von Philips. Das hat sehr weitergeholfen. Das Netzteil ist ok und auch der Zeilentrafo funktioniert einwandfrei. Habe mir die Logik der Schutzschaltungen genau angesehen und herausgefunden, dass keines der Signale IBEAM PROT, VERT PROT, SOUND PROT, LOT PROT, E/W PROT aktiv wird. Das Netzteil wird vom Control Board über ein Signal SS02 (STANDBY?) ausgeschaltet. Habe auf Anhieb nicht gefunden, welcher Zustand dieses Signal auslöst. Ist mir vorerst aber auch nicht wichtig, weil der Effekt wahrscheinlich weg ist, wenn die Ursache des eigentlichen Fehlers behoben ist.

Nachdem die Spannungsversorgung wieder gegeben war, setzte ich die Untersuchung der Videoverstärker / Bildröhrenumgebung wieder fort. Ich fasse die Ereignisse nochmals kurz zusammen:

(#) Bild hatte oft nach dem Einschalten Gelbstich. Verschwand nach etwa 10 Minuten.
(#) Einmal beobachtete ich ein Hochspannungsgeräusch (kleinerer Überschlag?), das Bild brach vertikal für 1 Sekunde zusammen und kam wieder.
(#) Gelbstich kam und ging. Nach etwa 1 Monat waren plötzlich vom Bild nur mehr dunkelgelbe Konturen zu sehen und es gab stark ausgeprägten gelben Zeilenrücklauf.
(#) Ich begann an den Videoendstufen zu messen und stellte fest
200 V Versorgung der TDA111Q ok
12 V Versorgung der TDA111Q auf etwa 22 V (anstatt 12 V !!!)
Kathodenspannung R und G etwa 193 V, bei B jedoch 106 V
(#) Während dieser Messungen schaltete (vor einer Woche) plötzlich das Netzteil aus. Nachdem ich das Signal von der Control Unit kurzgeschlossen habe, lebt das Netzteil derzeit und ich habe an diesem Punkt fortgesetzt.

Erkenntnisse / Beobachtungen:

(=) Die 12 V Versorgung der TDA’s muss irgendwo im Picture Tube Panel auf die 22 V hochgezogen werden (Querverbindung in einem IC oder Schluss in der Röhre?). Das heißt, dass die Versorgung nicht mehr über die Diodenstrecke von den +13 V her erfolgt (Bypass-Effekt). Die +13 V liegen richtig an.

(=) Nachdem bei B die Kathodenspannung mit 106 V deutlich niedriger ist als bei den anderen Kanälen, habe ich den TDA verdächtigt und getaucht. Keine Veränderung zu beobachten.

(=) Bin mir nicht klar, ob die Kathodenspannung bei etwa 100 V oder bei etwa 190 V liegen soll.

(=) Gerät hat A68ESF002X43 Röhre verbaut. Habe die Beiträge dazu im Forum durchgegangen. Das ist ja nicht gerade beruhigend.

(=) Habe auf den Bildröhrenhals geklopft und siehe da, plötzlich rauchte ein Widerstand. Es handelt sich um einen Serienwiderstand (R3731, 27E) in der 12 V Versorgung (hin zu den +13 V, von denen die 12 V über eine Diodenstrecke entnommen werden). Ich verstehe noch nicht, wie dieser Widerstand abbrennen kann, weil die Diodenstrecke (wegen der Überspannung von 22 V) nicht leitend sein darf. Von diesem Widerstand gibt es noch über 1k5 eine Verbindung zu Gitter1. Über diesen hohen Widerstand kann aber der 27E wohl nicht abbrennen. => Abbrennen nicht verstanden.

(=) Mit einem Ohmmeter habe ich versucht, Faden-Kathodenschlüsse in der Röhre zu finden. Da maß ich nur unendlich. Mag aber sein, dass einfach die Messspannung des Ohmmeters zu niedrig ist, um Schwachstellen zu finden.


FRAGEN AN DIE EXPERTEN:

Wie gesagt, die +22 V an den TDA’s anstelle der +12 V habe ich bislang nicht ‚weggebracht’. Sollte ich mich darauf noch konzentrieren?

Die Kathodenspannungen sind unterschiedlich. Macht Auskreuzen einen Sinn?

Ist das schon der Punkt, zu sagen, ESF defekt, oder gibt es noch bessere Tests, um das endgültig zu verifizieren?

Vorab danke, Hans
 
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hhemetsberger

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Die wahre Ursache ist gefunden. Vielleicht hilft diese Beschreibung jemandem, der ein ähnliches Fehlerbild hat.

Ich konnte zunächst nicht verstehen, warum die 12 V Versorgungsspannung der TDA6111Q auf etwa 20 V angestiegen waren. Ich dachte, es wäre ein Bypasseffekt über die TDA’s und ersetzte diese. Der Effekt war leider nicht weg.

So begann ich, im 12 V Kreis die Spannungsabfälle an den wichtigsten Punkten zu messen, und die Ströme abzuschätzen. Siehe da, es wurde klar, dass der Strom über das Gitter 1 fließen muss. Nachdem G1 und Kathode B exakt dasselbe Potential hatten, war die Sache glasklar. Die ESF Bildröhre hat einen Gitterschluss mit der Kathode B. Das ließ sich auch am freien Röhrensockel mit dem Ohmmeter leicht verifizieren. Nicht erfreulich.

Danke an alle, die mir mit professionellem Rat geholfen haben, die Ursache zu finden.
 
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