Bosch WAY28790 Fehlermeldung Laugenpumpe reinigen

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asblass

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Hersteller: Bosch

Typenbezeichnung: WAY28790

E-Nummer: WAY28790 /01

kurze Fehlerbeschreibung (2-3 Worte): Fehlermeldung Laugenpumpe reinigen

Meine Messgeräte::
Analog/Digital Voltmeter
Oszilloskop

Schaltbild vorhanden?:
Nein


Hallo zusammen,

unsere Bosch Waschmaschine unterbricht in letzter Zeit öfters den Waschvorgang, normalerweise während des Schleuderns, mit der Fehlermeldung "Bitte die Laugenpumpe reinigen" :(
Die Laugenpumpe ist allerdings frei und gängig, in der Trommel steht auch kein Wasser. Es sind im Betrieb auch keine ungewöhnlichen Geräusche zu hören. Auch der Abfluss am Siphon ist frei und die Wassermenge beim Abpumpen sieht auf den ersten Blick normal aus.

Leider habe ich für die Maschine kein Service Manual, um zu erkennen, wie die Maschine eine Fehlfunktion der Laugenpumpe zu erkennen meint.

Daher meine Fragen an die Forengemeinde:

  • Erkennt die Steuerung das bspw. über die Stromaufnahme der Pumpe oder gibt es im Pumpensumpf einen Sensor oder ganz anders?
  • Hat jemand eine Idee, was der Fehler verursachen kann?

Beste Grüße aus der Waschküche
Andreas
 

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havelmatte

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Überprüfe das Gebergehäuse incl. Geberschlauch und Drucksensor (Pos.Nr.0412) auf evtl. Verstopfung.
Ist da alles sauber, dann den Sensor erneuern. Wenn dieser "spinnt" dann hast du genau diesen Fehler und die Heizung ist auch in Gefahr.
http://www.bosch-home.com/de/servic...bsTogglebox=spare-section-3/Togglebox=tb0412/
Wenn der Sensor bei fallendem Wasserstand nicht schaltet, dann wird von der Elektronik ein Pumpenfehler erkannt.
 
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asblass

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Hallo havelmatte,

super, vielen Dank für den Tipp. Dann werde ich am Wochenende mal basteln ;-)
Ich werde berichten, was bei rausgekommen ist.

Beste Grüße
Andreas
 
wombi - ladyplus45

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evtl. hat auch der dünne Schlauch zum Sensor einen Haar-Riss, meist an den Stutzen/aufgesteckten Enden, auch das kontrollieren
 
havelmatte

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wombi - ladyplus45 schrieb:
evtl. hat auch der dünne Schlauch zum Sensor einen Haar-Riss, meist an den Stutzen/aufgesteckten Enden, auch das kontrollieren

Wenn der Schlauch einen Haarriss hätte, dann würde der Druck entweichen und das Gerät zieht dann wieder neues Wasser. In diesem Fall läge genau der gegenteilige Fehler vor.
Bei Verstopfung kann der Druck im Schlauch nur verzögert oder überhaupt nicht entweichen, die Elektronik erkennt dann zuviel Wasser obwohl abgepumpt wird und meldet Pumpenfehler.
 
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wombi - ladyplus45

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Dankeschön, wieder was gelernt! 8-)

Und eigentlich logisch, lieber Havel-Meister... - also "nachsitzen, 6!" für mich. (banghead)
 
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wombi - ladyplus45 schrieb:
. - also "nachsitzen, 6!" für mich. (banghead)

Nee, nee, lass mal, wennsich alle so gut anstellen würden wie du, dann wäre das Forum so gut wie überflüssig. :D (beer)
 
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asblass

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So, am Wochenende Luftfalle und Schlauch geprüft,alles frei. Daher neuen Analogdrucksensor bestellt und heute eingebaut. Die ersten beiden Waschgänge waren erfolgreich :D
War ein super Tipp mit dem Sensor, vielen Dank Havelmatte!

Da die Analogdrucksensoren ja nicht so einfach auf Funktion geprüft werden können, würde mich interessieren, ob die Waschmaschine ein Servicemenü hat, in dem Sensorwerte angezeigt werden.

Beste Grüße
Andreas
 
havelmatte

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Elektriker
asblass schrieb:
Da die Analogdrucksensoren ja nicht so einfach auf Funktion geprüft werden können, würde mich interessieren, ob die Waschmaschine ein Servicemenü hat, in dem Sensorwerte angezeigt werden.

Hallo Andreas,
Servicemenü hin, Servicemenü her, wir leben heute in einer Zeit da wird nur noch nach Programmen und allen möglichen Apps und Servicemenüs gefragt, die das eigene Gehirn außer Betrieb setzen.
Ich stamme aber noch aus einer Zeit, da gab es keine Servicemenüs oder Apps oder sonstwas.
Zu meiner Zeit musste man noch sein Gehirn ohne fremde Hilfsmittel einschalten, sonst kam man nicht weiter.
Sämtliche meiner hier im Forum abgegebenen Antworten beruhen auf reine analogen Denkweise, verbunden mit 40 Jahren WKD-Erfahrungen. Deshalb kann ich hier noch mitreden, ich weiss aber nicht wie lange noch.

Der analoge Drucksensor ist ganz einfach zu prüfen: vorsichtig reinpusten, dann muss das Ding hörbar schalten. Soweit, sogut. Sollte es aber zu einer geringsten Undichtigkeit an der innen verbauten Membrane kommen, dann werden Schaltvorgänge ausgelöst, die auch die digitalste App nicht analysieren kann.

Vielen Dank für deine Rückmeldung, sollte wieder mal was sein, dann bist du hier immer ichtig.
Noch lange Freude mit dem Gerät (beer) (beer) (beer) (beer)
 
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asblass

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Hallo Havelmatte,

wie heißt es doch so schön, Software is eating the world ;-) Die Digitalisierung schreitet immer schneller voran, welches neuere Gerät im Haushalt hat den heute keine Software mehr drin? Ich selber kenn aus meinem E-Technik Studium vor 25 auch noch “analoge” Technik, habe aber im ersten Job bereits nur noch Schaltungen mit Mikrocontrollern entworfen und programmiert O-) Die Digitalisierung ist halt nicht mehr aufzuhalten.

Das durch die Digitalisierung immer öfter das Gehirn des Anwenders auf Sparflamme laufen kann, dem kann ich nur zustimmen :D

Allerdings wäre bei dem Drucksensor schön gut zu wissen, was der Mikrocontroller meint zu messen, da der hier verbaute Analogdrucksensor keine Schaltstufen mit Kontakten hat. Bei dieser Art wird ein Kern in einer Spule verschoben, was deren Induktivität ändert und damit die Frequenz eines Schwingkeises beeinflusst. Daher klackt hier beim Reinpusten nur noch der Endanschlag ;-) Ich muss den mal im Testaufbau anschließen, wahrscheinlich gibt der ein PWM Signal aus...

Für alle, die ähnlich neugierig wie ich sind, habe ich den Sensor mal zerlegt und fotografiert;-)

So, nochmals vielen Dank (handshake) für deine Hilfe, mittlerweile hat die Waschmaschine bereit 5 Wäschen störungsfrei absolviert :D

Beste Grüße
Andreas
 

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Gute Fotos! Berichte weiter, was bei Deiner Neugier rauskommt - wir sind hier auch alle immer neugierig!
 
havelmatte

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Elektriker
asblass schrieb:
Bei dieser Art wird ein Kern in einer Spule verschoben, was deren Induktivität ändert und damit die Frequenz eines Schwingkeises beeinflusst. Daher klackt hier beim Reinpusten nur noch der Endanschlag ;-) Ich muss den mal im Testaufbau anschließen, wahrscheinlich gibt der ein PWM Signal aus...

Hallo Andreas,
das hast du genau richtig erkannt. Das Ding schaltet durch das Verändern der Induktivität. Solche W-Regler wurden schon länger eingesetzt, kamen aber nie an die Haltbarkeit der echten analogen W-Regler ran.
Mich verwundert nur, dass dieses Teil als Analogdrucksensor gelistet ist. Diese irreführende Bezeichnung ist sonst bei der BSH nicht üblich.
Vielen Dank für die Fotos (dafür gekommst du vom mir deinen ersten K-Punkt (beer) (beer) ), ich habe diesen Sensor noch nie geöffnet aber schon öfter ausgewechselt.

Durch den beweglichen Magnetkern wird wohl eine genauere und empfindlichere Messung möglich sein.
 
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asblass

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Danke Harvelmatte für den ersten Karmapunkt :-)

Ja, dieser Aufbau dürfte der Maschine zentimetergenau den Wasserstand liefern können. Der Ferritkern wird durch die Membran bis zu 5mm bewegt.

Hast Du zufällig die Anschlussbelegung von dem Sensor zur Hand? Dann muss ich nicht probieren, ich müsste den nämlich zerstören, um an die Platine zu kommen :-|

An alle neugierigen Forumsmitglieder, das IC ist ein HCF4060 (Binärähler und Oszillator), soviel konnte ich erkennen, ohne die Platine auszubauen.
 
havelmatte

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Elektriker
asblass schrieb:
Hast Du zufällig die Anschlussbelegung von dem Sensor zur Hand? Dann muss ich nicht probieren, ich müsste den nämlich zerstören, um an die Platine zu kommen :-|
Da kann ich dir leider nicht weiterhelfen.

Ich denke aber, du wärst hier in unserem Forum eine sehr gute Bereicherung in Sachen Elektronik.

Bleib bei uns, wir freuen uns (beer) (beer) (beer) (beer) (beer) (beer) (beer) (beer)
 
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