Siemens Induktionskochfeld Ausfall linke Kochfeldhälfte F-C

Diskutiere Siemens Induktionskochfeld Ausfall linke Kochfeldhälfte F-C im Forum Sonstige Haushaltsgeräte im Bereich Reparaturtipps weiße Ware - Hersteller: Siemens Typenbezeichnung: Induktionskochfeld E-Nummer: EH675MN11E/20 kurze Fehlerbeschreibung (2-3 Worte): Ausfall linke...
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wenesn

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Bastler mit Reparaturerfahrung
Hersteller: Siemens

Typenbezeichnung: Induktionskochfeld

E-Nummer: EH675MN11E/20

kurze Fehlerbeschreibung (2-3 Worte): Ausfall linke Kochfeldhälfte F-Code e0

Meine Messgeräte::
Analog/Digital Voltmeter

Schaltbild vorhanden?:
Nein


Seit Anfang 2009 kursiert eine Diskussion über Ausfälle von Induktionskochfeldern. Begonnen mit folgendem Beitrag:
Hersteller: AEG Elektrolux
Typenbezeichnung: 88101 K-MN Induktions-Kochfeld
E-Nummer:
kurze Fehlerbeschreibung (2-3 Worte): Elektronikfehler E3


Am Siemens-Herd meiner Tochter trat jetzt ein vergleichbares Problem auf.
Plötzlich beim Kochen mit allen Kochstellen ein kleiner Knall und Ausschalten von Sicherungen des Herds.
Anschließend funktionieren nur noch die beiden Stellen der rechten Seite. Als Fehlermeldung blinkt im linken Teil des Displays abwechselnd e und 0 (e dargestellt als gespiegelte 9). Lt. Bedienungsanleitung Störung im elektronischen System, Kundendienst anrufen. Vorher vom Strom trennen, wieder anschließen war erfolglos.

Jetzt heißt der Fehlercode zwar anders, ist ja auch ein anderer Hersteller, könnte nach meiner Vermutung aber gleichartige Ursache haben.

Die vom Kundendienst telefonisch genannten Kosten für Anreise und Reparatur in der Größenordnung von 400€ würde ich gerne vermeiden, wenn eine der diskutierten "Bauteillösungen" und Lötarbeiten erfolgversprechend sind. Vermutlich am Wochenende werde ich mal die Innereien ansehen.

Wie ist die Meinung der Experten?
 
havelmatte

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wenesn schrieb:
Wie ist die Meinung der Experten?
Ruf den Werkskundendienst an, für einen Bastler sind Induktionsfelder 3 Nummern zu groß.
 
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wenesn

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Bastler mit Reparaturerfahrung
havelmatte schrieb:
wenesn schrieb:
Wie ist die Meinung der Experten?
Ruf den Werkskundendienst an, für einen Bastler sind Induktionsfelder 3 Nummern zu groß.

Au Mann, havelmatte, einen solchen pauschalen, dazu noch entmutigen Kommentar kann ich nun gar nicht gebrauchen. Wenn du meine bisherigen Problembehandlungen ansiehst, die wir beide zum Teil auch gemeinsam diskutiert hatten, wird dir klar sein, dass ich den Kundendienst nicht anrufen werde. Da müsste ich dann schon sehr fest gefahren sein. ;-) :-)
Aus der Siemens-Ersatzteilliste gibt es höchstwahrscheinlich die Komponenten, die ich mir zutraue sie auszutauschen. Muss nur noch den Übeltäter finden. Vielleicht gibt es ja sogar eine Reparaturlösung wie sie im eingangs zitierten Thred häufiger praktiziert wurde.
Jedenfalls traue ich mir zu, die Kosten unter den 400€ zu halten. Die teuersten Komponenten die ich für evtl. ursächlich halte bewegen sich bei 130€.

Also Fazit: Ich schau mir die Baugruppen am Wochenende an und dann schaun mer mal. 8-)
Bis dahin (handshake)
 
havelmatte

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wenesn schrieb:
Au Mann, havelmatte, einen solchen pauschalen, dazu noch entmutigen Kommentar kann ich nun gar nicht gebrauchen.
Habe bei deinem Wissensstand nur "Bastler" gelesen. Die Angabe des richtigen Wissensstand ist hier im Forum leider nicht möglich.
Nun weiss ich mehr - los geht´s. :D
https://www.siemens-home.bsh-group.com/de/shop/ersatzteile/EH675MN11E/20#/tab=spare-section-3

Ich vermute als Ursache das Modul 0204. Siehe dir auch alle Elkos an. Wenn die oben gewölbt sind, sind sie def. Da es von den Modulen nicht mehr viele gibt, würde ich mir eins besorgen und für alle Fälle - falls nicht def. hinlegen. Auch auf Wölbung der Elkos am rechten Leistungsmodul (0241) achten.
Auch das Relaismodul sollte geprüft werden.
Ich drück dir die Daumen und bin auf die Antwort gespannt.
 
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wenesn

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Na diese Antwort klingt schon erfreulicher! (rock)
Auf 0204 habe ich auch getippt, hoffe aber, dass ein bisschen löten und ELCO-Tausch schon hilft.
Eine Frechheit finde ich die Module als "nur begrenzt verfügbar" zu kennzeichnen im Katalog. Wollen die die Versorgung vielleicht einfach einstellen? So alt ist das Gerät nun wirklich noch nicht.
Melde mich, wenn es Fragen und noch besser Erfolgsmeldungen gibt.

Werde mir auch die Belüftungssituation noch genauer ansehen. Da gab es ja auch schon Hinweise, dass Überhitzungsschäden ursächlich sein könnten.
 
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wombi - ladyplus45

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wenesn

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FD 9211. Was schließen wir daraus?
 
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Tatsächlich noch nicht sooo alt, aber vielleicht ist das Ersatzteil seeeehr beliebt - die 0204 ist doch aber bei Siemens als ganz normal verfügbar gelistet?
 
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wenesn

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So sieht das Modul 0204 nach Zerlegen aus.
Beim Öffnen fiel am Rand der Platine ein Bereich mit Rußspuren auf. Das Kunststoffgehäuse hat an dieser Stelle eine kleine Kammer, die mit mehreren Punkten von Abbrandspuren belegt ist. An der Gegenseite auf der Platine findet man vier rechteckige Kupferplättchen, die untereinander und zu benachbarten Leiterbahnen durch dünne Stege, evtl. aufgelötete Drähte wohl mal in Verbindung standen. Diese Verbindungen sind alle weggeschmort und haben das Rußbild erzeugt.
Auf der Bauteilseite der Platine sieht man den Bauteilen die damit in Verbindung stehen nichts an. Es korrespondieren die rot umrandeten Bereiche beider Platinenseiten auf dem Foto.
Ich vermute, dass der wirkliche Übeltäter nicht einmal innerhalb der Markierung liegen muss. Selbst wenn ich defekte Kleinteile finden würde befürchte ich, dass die durchgebrannten Verbindungsstege nicht reparabel sind.
Fazit: Ein neues Modul 0204 wird wohl fällig sein. Jemand anderer Meinung? Oder gibt es einen Tipp zu einer günstigeren Quelle?
Danke für eure Anteilnahme. Berichte , wenn alles wieder läuft.
 

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also ich bin ja kein Elektroniker, aber die Platinenbilder sind zu klein, und mach die lieber nochmal einzeln, bitte
 
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wenesn

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Hier ein höher aufgelöster Ausschnitt des auffälligen Bereichs. Oder meintest du eine größere Übersicht über die gesamte Platine?
 

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Lötspitze

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Hallo!

Da wo auf der Unterseite weiße Rechteck-Markierungen sind sollten auch Bauteile sein. Die sind offensichtlich verdampft, das Metall findet sich auf dem schwarzen Plastik wieder. Sind ja sehr schöne Bilder geworden.
Wäre interessant, zu wissen, wie die Leiterbahnen unter dem Ruß weitergehen. Könnest du das säubern (Alkohol) und nochmal Bilder machen?
Flächige Bauteile an den Stellen fallen aus, da ja mitten in dem 2.Rechteck der NTC (Startstrombegrenzer) eingelötet ist.
Ohne das zu kennen wäre eine Möglichkeit, daß hier Leiterbahnen mit definierten Lücken als Überspannungsableiter (=Blitzableiter) eindesigned wurden, denn richtige Bauteile scheinen da nicht vorhanden gewesen zu sein.
Reine Leiterbahnen als SIcherung halte ich für eher unwahrscheinlich, das ist m.E. auch nicht zulässig.
Wäre interessant, hier ein Vergleichsbild von einem intakten Modul zu haben.

Spannend...
 
Lötspitze

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Hallo!

In Beitrag 10 sind m.E. niedergeschlagenen Metallrückstände auf dem schwarzen Plastik zu sehen, d.h. da ist etwas Metallisches auf der gegenüberliegenden Seite verdampft...und das scheint das Material gewesen zu sein zwischen den flächigen Leiterbahn-Rechtecken. Auf den Fotos "weiß-silbriges Etwas".
Merkwürdig nur, daß die Bauteileumrisse eben nicht an diesen "Stegen" gezeichnet sind (wenn da z.B. Widerstände montiert wären) sondern komplett um die Leiterbahnen. EIne gezielte Verringerung des Leiterbahnquerschnitts würde auf eine Art Sicherungfunktion hindeuten, aber wäre dann Zinn auf diesen Stegen? Oder ist da eben eine definierte Kriechstrecke zur Überspannungsableitung?

Immer wieder spannend...
 
wombi - ladyplus45

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@Lötspitze: Spannend allerdings, und diese fünf "Lötpunkte" an den Ecken der 4 markierten Umrisse sind anscheinend wirklich weg o.O - vllt. könnte der @wenesn mal putzen, damit man mehr sieht? Isoprop sollte gehen...
 
havelmatte

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Das sieht wirklich merkwürdig aus.
Zur Info., es gab bei diesen Induktionsfeldern tatsächlich Leiterbahnen, die als Sicherung dienten. In diese Leiterbahnen waren am Anfang und Ende schon die Bohrungen für die nachträglich einsetzbaren Sicherungshalter vorhanden.
In diesem Fall sieht mir das aber nicht danach aus
 
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wenesn

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Oha, Grüße an die Teilnehmer einer neuen Diskussion.
Nachdem ich eine Woche lang nicht ins Forum zurückgekehrt bin, hat sich inzwischen noch mal Interesse an den eigenartigen Beobachtungen ergeben.

Zunächst der Stand der Reparaturbemühungen:

Um das doch sehr wichtige Haushaltsgerät schnellstmöglich wieder in Einsatz zu bringen, haben wir (Tochter, Schwiegersohn und ich) entschieden ein neues Modul einzubauen und auf andere Experimente zu verzichten. Neues Modul bei ersatzteilland bestellt, für 95€ (statt 106€). War 2 Tage später geliefert und vom Schwiegersohn ohne meine Hilfe verbaut. Leider, für mich und euch, ist das ausgebaute Modul gleich dem fachgerechten Recycling zugeführt worden. D.h. weitere Forschung nach Ursachen scheidet aus. Aber der Herd funktioniert wieder wie er soll.

Zu der Diskussion die Lötspitze in Gang gesetzt hat hier mein Beitrag:

Die "abgerauchten" Punkte auf der Platine waren offensichtlich die Verbindungsstege zwischen den rechteckigen Feldern. Wie auf den Neuteilefotos, die Womby verlinkt hat sieht man ca. 1mm² große blanke Flächen. M.E. die Kupferleitbahn evtl. mit einer dünnen Verzinnung, die es verdampft und sich am Plastikgehäuse niedergeschlagen hat. Da in dieser Reihe von Rechtecken nur zwei einen gelöteten Kontakt zu Bauteilen auf der Gegenseite haben, hatte und habe ich den Verdacht, dass diese Engstellen eine Art Sicherungsfunktion haben. Es gibt noch eine zweite Stelle auf der Platine die ein ähnliches Aussehen hat. Eine Reihe deutlich schmalerer Leiterrechtecke mit sehr dünnen Verbindungsstegen, daneben die Bezeichnung F1 (F=Fuse?). Bin allerdings verwundert, dass es so etwas wie eine nicht austauschbare Sicherung geben sollte. Auch die unterschiedlich intensive Schwärzung der Abbrandstellen finde ich bemerkenswert. Gut, an den ersten beiden Rechtecken sind Bauteile angelötet, hier könnte ein deutlich höherer Energieumsatz stattgefunden haben als am Rest. Eine Reihenschaltung von Sicherungsfunktionen finde ich ausgesprochen seltsam, da die Unterbrechung an einer Stelle die anderen doch eigentlich schonen müsste. Dass das Plastikgehäuse an dieser Stelle praktisch eine Kammerung des Problembereichs bildet finde ich auch sehr seltsam. Unter dem Ruß ist auch nichts weiter versteckt, als die mit dem grünen Lack abgedeckten Leiterbahnrechtecke um auf eure Fragen zurückzukommen.

Was mich noch vor der Installation des Ersatzteils und auch jetzt noch grübeln lässt: Auf der Platine war an keinem Bauteil eine offensichtliche Verfärbung oder Verformung erkennbar, trotzdem das Abrauchen der Leiterbahn(engstellen). Ist es denkbar, dass die Überlastung von - dem Modul nachgeschalteten - Komponenten verursacht wurde, d.h. von einer der Induktionsspulen. Könnte der Schaden also ggf. in Kürze gleich nochmal auftreten?
Wie angekündigt hab ich auch die Belüftungswege kontrolliert und finde vorschriftsmäßige Querschnitte.

Nochmal danke für euer Interesse. Ich hoffe diese Thema ist für mich abgeschlossen.

Viele Grüße

wenesn
 
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Danke und dauerhaftes Glück mit dem Herd!
 
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Lötspitze schrieb:
Flächige Bauteile an den Stellen fallen aus, da ja mitten in dem 2.Rechteck der NTC (Startstrombegrenzer) eingelötet ist.
Da fällt mir auf, dass dieses Bauteil, das @Lötspitze als NTC (Startstrombegrenzer) bezeichnet, auf der Platine C3 genannt, auf dem Modulfoto der Siemensersatzteilliste deutlich voluminöser ist als auf unserem Defektmodul. Da hat es offensichtlich eine Änderung in der Serie gegeben.
 
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Thema: Siemens Induktionskochfeld Ausfall linke Kochfeldhälfte F-C
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