Siemens E14-32 Trommel klemmt, Fehler F21

Diskutiere Siemens E14-32 Trommel klemmt, Fehler F21 im Forum Reparatur Waschmaschine im Bereich Reparaturtipps weiße Ware - Hersteller: Siemens Typenbezeichnung: E14-32 E-Nummer: WM14E320/19 FD 8908 601822 kurze Fehlerbeschreibung (2-3 Worte): Trommel klemmt, Fehler...
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Weller

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Hersteller: Siemens

Typenbezeichnung: E14-32

E-Nummer: WM14E320/19 FD 8908 601822

kurze Fehlerbeschreibung (2-3 Worte): Trommel klemmt, Fehler F21

Meine Messgeräte::
Analog/Digital Voltmeter
Oszilloskop

Schaltbild vorhanden?:
Nein


Hallo zusammen,
meine Waschmaschine überraschte mich nach 20 Minuten waschen mit Stillstand und keiner Reaktion auf Tastendrücke. Aus- und einschalten führte zur Fehleranzeige 21. Die konnte ich dank der Foruminfo gelöscht werden, worauf die Waschmaschine sich zum abpumpen bewegen ließ. Alles Wasser ist jetzt raus und die Pumpe sauber und frei drehbar.

Bei geöffnetem Bullauge ließ sich die Trommel nur sehr schwer drehen und quieschte, als ob nasse Wäsche irgendwo klemmt. Probeweise entfernter Treibrieben zeigte einen frei drehbaren Motor. Mit direkt auf das Trommelblech aufgesetzer Taschenlampe konnte ich keine eingeklemmte Wäsche erkennen. Aber möglicherweise täusche ich mich auch. Es ist sehr schwer erkennbar. Das Gequietsche scheint mir aus dem Trommelbereich zu kommen und nicht von der Rückseite. Erinnere: Ich hatte die Abdeckung zum Motorraum entfernt. Auch diese typischen rauhen Geräusche defekter Lager konnte ich nicht hören.

So bin ich recht irritiert. Es hört sich an wie klemmemnde Wäsche, aber ich sehe keine. Es klemmt derart stark, daß ich mich anstrengen muß, die Trommel zu drehen. Würde ich versuchen sie über das Antriebsrad zu drehen, müße ich dazu so feste zupacken, daß daß Rad vermutlich in die Haut der Hände einschneiden würde.

Ein zwei Waschgänge zuvor viel mir schon leichtes Klemmen/Schleifen in Teilen einer Umdrehung auf. Ich vermißte auch eine Socke (glaube ich jedenfalls) Ich dachte so im Scherz, na dann friß halt ne Socke, Du alte Maschine und mach' Deine Arbeit hinterher weiter. Das muß das bockige Ding wohl gehört haben.

Frage(n)
(1)
Kann das sein, daß Wäsche irgendwie zwischen Trommel und Gehäuse kommt?
(2)
Und wenn ja, wie kommt man dran und bekommt sie wieder raus? Durch die Türdichtung?

Ich würde mich sehr über konstruktive Antworten freuen.
Am liebste sogar schnell, denn ich habe hier Wäsche rumliegen. Männerhaushalt eben. Und Man(n) wäscht erst, wenn man muß *grinz*

Liebe Grüße, vor allem an die hochmotivierten Helfer hier!
 
wombi - ladyplus45

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Du wirst auf jeden Fall die Front abnehmen müssen, und dann evtl. über die Heizung nachschauen können (vllt. ist die auch selber durch und hochgeklappt!)

Mal ein Video, wie das geht... - und hier die Explozeichnungen
 
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Danke für die erste Antwort...
 
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...9h später...
Die Trommel mit etwas Schwung gedreht, läuft auch 2...3 Umdrehungen weiter, leicht schleifend...
Mit Hilfe einer Mega-LED-Taschenlampe zeigte sich ein schwarzer Fleck hinten rechts, dicht am Heizstab. Eine Socke, oder ein Waschlappen vlt. Vermutlich tocknete das Teil etwas über Nacht. Anders kann ich mir den extremen Unterschied im Kraftaufwand nicht erklären, zwischen Trommel kaum drehbar u jetzt fast leicht drehbar. Oder sonstwo hängt noch ein zweites Teil und beide klemmten zuvor übereinander.

Front runter, schrieb Wombi.
Mal schauen, ob das geht, denn auf der WaMa steht ein schwerer Wärmepumpentrockner.
Ich schätze zuerst muß die Türdichtung runter, dann die Kunststoff-Frontblende und dann treten Schrauben für das große Frontblech zu Tage.
Gibts da vlt irgendeine Serviceöffnung? Oder muß der Heizstab raus und ich kann durchs Loch den Übeltäter irgendwie rausfriemeln?
Wenn die Türdichtung runter ist, kommt man dann denn mit nem Draht irgendwie ans Ziel? Über die Türdichtung wärs mir lieber, denn ich denke, die Heizstabdichtung wird zu porös sein, um nach der Remontage wieder dicht zu sein.

Was denkt Ihr?
 
wombi - ladyplus45

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Durch die Heizstaböffnung kommt man schon ganz gut ran an die Socke, aber dazu muss die Front ab - man könnte auch über Öffnung des Schlauches unten am Bottich zu gehen - dazu müsste man die Maschine nach hinten kippen, der Boden ist ja offen...

Warte mal noch Meister @havelmatte ab, der hat 40 Jahre Berufserfahrung... - der schaut heute sicherlich noch hier vorbei.
 
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Danke Wombi,
für die Unterstützung.
das Video war gut. Nachdem die Front runter- und der Heizstab raus war, ließ sich eine löchrige Socke mit einem Drahthaken total easy entnehmen.

Frage:
Die Socke muß ja im Spalt zw Trommel und Türdichtung in den Zwischenraum zw. Trommel und Trommelgehäuse gekommen sein. Hat diese Türdichtung nachgelassen, während des 7...10-jährigen Waschmaschinenlebens? Rein haptisch erscheint sie mir quietschefrisch und gescheidig. *grübel*
Sollte ich sie austauschen?

Viele erleichterte Grüße, Weller
 
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Prima! (handshake)

Also so ein Sockenrutscher kommt schon mal vor - und solange die Dichtung nicht spröde und löchrig ist, würde ich´s lassen.

Weisst ja jetzt, wie´s geht und Teile gibt´s für diese Maschine noch 10 weitere Jahre; als nächstes kommen erstmal die Motorkohlen dran, auch von vorne ranzukommen (die halten bei mir immer 7-8 Jahre - zumindest die Originalen/keine Billigheimer).

Bis zum nächsten Mal ... (rock)
 
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...12h später...
Die WaMa schnurrt wieder zufrieden und ich auch!

Was hats gekostet?
1. Eine Verzweiflungs-Hemmschwelle überwinden
2. Eine gute Taschenlampe
3. Das Anleitungsvideo
4. Nette Hilfe von hier
5. Die Anwendung einer Handvoll Kreuz- und Torxschraubendreher
6. Ein Stückchen Draht für den Sockenhaken
7. Sidolin Glasreiniger, gegen meine Fingertapsen, damits wieder alles Damenbesuch-kompatibel wird

Die alte Türdichtung bleibt noch drin. Denn für den Neupreis von € 35...60, kann ich mir noch viele Luxussocken leisten.

Vlt noch ein hilfreicher Tipp hier ans Forum...
Ich nehme gerne Spuren von Silikonfett an Schrauben und Dichtungen. Und zwar nennt es sich Armaturenfett. Das ist lebensmittelecht, Trinkwassergeeignet nach ISO, temperaturfest von -40...+200°C. -Hier verwendet für die Heizstab-Remontage und für die Türdichtung.

Hier habe ich gerade fermit GLISSA Silikon-Armaturenfett aus dem Bauhaus in einer Tube, halb so lang wie Zahnpastatuben. Ich glaube zw. € 2,50...4.00 hats gekostet. Dichtungen dünn damit behandelt legen sich schmatzend in ihre Position und Schrauben drehen so geschmeidig, wobei das Ende, zw. ganz fest und lose viel besser spürbar ist. Das Zeug ist auch noch nach Jahren in Position und zieht keine Nasen, wie Fett, oder Vaseline. Ausreißende Gewindegänge bei Schrauben in Kunststoff sind damit Vergangenheit. -Auch nach 10x raus und reinschrauben! Wem Schrauben dann zu leichtgängig sein sollten (Lösegefahr), gibt einen Tropfen Nagellack seitlich auf den Schraubenkopf.

Aber Vorsicht, gerne wird auch nicht-Silikon-Armaturenfett verkauft. Wasserhahndichtungen damit geschmiert, schlagen beim zudrehen. Also einfach die Tube vor dem Kauf aufdrehen und etwas von dem Fett zw. den Fingern reiben. Die tixotropen Eigenschaften (wie Honig) des Silikonfettes sind sofort erkennbar.

Liebe Grüße und Tschüß aus Aachen, Weller
 
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Danke für den Tipp - ich nehme für alle Gummidichtungen immer Oivenöl, 3,99€ für 0,75l... :-) :-) :-)
 
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Thema: Siemens E14-32 Trommel klemmt, Fehler F21

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