Sharp 70ES-16S Chassis DA-100 BU2525AX defekt

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ottobald

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Hersteller: Sharp
Typenbezeichnung: 70ES-16S
Chassi: DA-100

Vorhandene Messgeräte: Oszilloskope
Schaltbild vorhanden: Ja
Dein Wissensstand: Profi (Meister, Diploming., DR)

Fehlerbeschreibung und Nachricht:
Ich habe hier einen Sharp 70ES-16S Fernseher mit DA-100 Chassis. Bei dem ging manchmal das Bild weg. Zuletzt kam es nur noch manchmal. Ich habe dann jede Menge Lötstellen in der H-Endstufe- auch an Kondensatoren nachgelötet und einen gestorbenen SMD-Transistor Q506 = 2SD2391 ersetzt. Weiterhin einen Widerstand R613 = 3,3k ersetzt, der 5,6k hatte und mächtig geglüht hatte. Danach lief aber trotzdem die Zeilenendstufe nicht an und der BU2525AX ist gestorben (Schluß EBC). Nun ist die Frage, ob vielleicht auch der Zeilentrafo einen Schlag weg hat. Es ist ein Orega 47320224 drin. Der Vergleichstyp ist ein HR6497. Bei Hr Diemen in Spanien kostet der 19,53 + Versand (teuer - weil von Spanien). In Deutschland findet man zwar auch Anbieter, da kostet der Trafo aber 40 Euro. Kann der Trafo defekt sein? Ich habe schon gelegentlich gelesen, dass in dem Chassis höfiger der HTR gestorben ist. Welche Quelle ist die günstigste für den Trafo? Eventuell per PM. Gibts ne Möglichkeit den Trafo zu prüfen, ohne ein spezielles Trafomeßgerät?

Danke im Voraus!
 
oscillator909

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Hallo,

die Diemen Trafos gibt es auch zu guten Preisen in Webshops.

Es ist gut möglich dass der Trafo defekt ist, per Ferndiagnose natürlich schwer zu sagen.

Du solltest auf jeden Fall die Kondensatoren in der H Stufe erneuern, da gibt es bei diesem Chassis oftmals Probleme. Ebenso immer den 330uf Elko in der Nähe vom DST erneuern. Wie schaut die Betriebsspannung für die Zeile aus ? Ist sie "sauber" -am besten per Oszilloskop anschauen.
Ansteuerung für die Zeile Ok ?

Gruß
 
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benedikt2

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ottobald schrieb:
Hersteller: Sharp
Typenbezeichnung: 70ES-16S
Chassi: DA-100

Vorhandene Messgeräte: Oszilloskope
Schaltbild vorhanden: Ja
Dein Wissensstand: Profi (Meister, Diploming., DR)

Fehlerbeschreibung und Nachricht:
Gibts ne Möglichkeit den Trafo zu prüfen, ohne ein spezielles Trafomeßgerät?

nein, ohne ZetraTEST oder ein windungsschlußprüfgerät geht da nix.....

wie gesagt tausche am besten alle ! impulskondensatoren, insb. die des hin-und rücklaufkreises.
erst wenn du das gemacht hast, mach dir gedanken um einen neuen trafo...
 
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ottobald

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70es-16s

Danke erst mal für die Tipps. Da ich z.Z. keinen weiteren BU2525AX hier habe, hab ich erst mal die in Frage kommenden Bauteile durchgemessen: C610=15nF, C613=670nF, C601= 10nF, C611= 810nF. Die beiden letzteren sind etwas zu niedrig, aber nur 5% zu wenig. Der 330uF Kondensator neben dem DST ist wahrscheinlich der C607. Der hat die Nennkapazität.

U1=140 Volt ist ok und ohne Belastung unauffällig. Sie steigt auch nicht über 140Volt an. Habe dann mal den Lampentest versucht (Glühlampe 230V, 60W an die U1 anstelle der Zeilenendstufe angelemmt) Dann startet das Netzteil überhaupt nicht auf. Das wundert mich etwas, weil nurmalerweise das funktionieren sollte. Aber vielleicht spricht bei nicht angeschlossener H-Endstufe dann sofort eine elektronische Sicherung im Netzteil an. Ansteuerung an der H-Endstufe sieht gut aus. 4 Volt Hub, schöner Rechteck mit 15,6 kHz.
 
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ottobald

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Lampentest PSU Sharp DA-100

So, ich habe nun den Lampentest der PSU hinbekommen: 1. H-Endstufe abgeklemmt. 2. Dann Gerät eingeschaltet und erst dann die Lampe an die U1=140V angeschlossen. Dann funktioniert es. Lampe brennt.

Belastet man die U1 mit der Lampe bevor man einschaltet, schwingt das Schaltnetzteil nicht an. Lampe brennt nicht. Ist das normal bei Sharp? Bei Geräten anderer Hersteller funktioniert der Lampentest in jedem Fall. Anlaufwiderstände 2 x 560kOhm (R713 und R714) sind ok.
 
EM2-Gott

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Lampentest PSU Sharp DA-100

ottobald schrieb:
So, ich habe nun den Lampentest der PSU hinbekommen: 1. H-Endstufe abgeklemmt. 2. Dann Gerät eingeschaltet und erst dann die Lampe an die U1=140V angeschlossen. Dann funktioniert es. Lampe brennt.

Belastet man die U1 mit der Lampe bevor man einschaltet, schwingt das Schaltnetzteil nicht an. Lampe brennt nicht. Ist das normal bei Sharp? Bei Geräten anderer Hersteller funktioniert der Lampentest in jedem Fall. Anlaufwiderstände 2 x 560kOhm (R713 und R714) sind ok.

Ist bei Thomson teilweise genauso. Die "Kalte" Glühbirne stellt einen zu hohe Last dar.
 
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ottobald

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Danke für den Tipp. Da brauche ich dann in dieser Richtung nicht weitersuchen.
 
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ottobald

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So habe eben gerade neue BU2525AX bekommen. Einen eingelötet. Vorher noch den C607=330uF gewechselt und alle Lötstellen kontrolliert. Kondensatoren um den BU2525AX alle noch mal nachgemessen.

Eingeschaltet, Hochspannungsknistern für ein Bruchteil einer Sekunde da. Dann erneut BU2525AX gestorben. Kurzschluß zwischen E und C.
 
oscillator909

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DST ......


Gruß
 
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ottobald

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DST defekt bei Sharp 70ES-16S

Wie sicher ist das? Der DST ist ja nicht gerade billig. Habe nun schon fast das gesamte I-Net durchstöbert und jede Menge unterschiedliche Probleme für sterbende BU2525AX gelesen aber noch nirgends den DST. Obwol dieser Fehler bei den älteren 15,6 kHz Fernsehern ja häufiger bekannt war. Windungsschluß im Trafo? Keine Induktivität mehr?
 
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Hallo,

ein Windungsschluß im Trafo "reisst" den Endstufen Transistor mit ...

Gruß

PS: per Ferndiagnose kann Dir hier sicherlich niemand zu 100% garantieren dass der DST defekt ist ....

Gruß
 
Friedel

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Der DST bedämpft im Normalfall den HOT.
Wie ich schon mal geschrieben habe, stirbt der NIE!! von selber.

Schau mal darüber hinaus, ob ausser dem DST noch Bauteile zwischen E und C des Transistors sind, die evtl. kalt sind oder defekt.

Grund:

Der HOT wird bedämpft, damit der sich nicht hochschaukelt. Eine Möglichkeit ist z.B. ein RC Glied zwischen E und C. WIe das nun in Deinem Fall ist, kann ich so aus der Ferne auch nicht sagen.


Und überhaupt, mit welcher Zeilenfrequenz laufen denn die "neueren" Fernseher?
 
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ottobald

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Ja, ich weiss. Es sist sehr schwer etwas zu sagen, wenn man die Kiste nicht vor der Nase hat. Ich habe nun auch schon 10 Stunden vor der Kiste gehockt und mit Hilfe von vielen Rep. Tipps aus dem Internet alles mögliche probiert und versucht.

Also erst mal zur Zeilenfrequenz. Da hatte ich auch schon gedacht, den Bock gefunden zu haben. Nach genauem Nachmessen mit dem Oszi stellte ich fest, dass die Ansteuerung des BU2525Ax nicht mit 15,6 kHz sondern mit 32 kHz stattfindet. Leider wurde ich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt als ich das Service-Manual des DA-100 Chassis genauer bezüglich der Oszillogramme durchgeforstet hatte. Da steht tatsächlich, dass die Zeilenfrequenz mit 31,25 kHz läuft. War mir auch neu. Vermute mal, dass das ein 100Hz Fernseher ist und dass das bei 100Hz Fernsehern üblich ist.

KaLös habe ich wie Sand am Meer beseitigt, Stunden mit der Lupe vor dem Mainboard gesessen. Nichts Verdächtiges mehr drin. Alle Hochspannungskondensatoren um die Zeilenendstufe ausgelötet und mit Fluke Multimeter auf Kapazität hin überprüft. Nichts grob Verdächtiges. Dioden und andere Transistoren gecheckt. Der berüchtigte SMD-Transistor Q506=2SD2391Q war kaputt und ziemlich verbrannt. Den hab ich durch einen ähnlichen Typ ersetzt. Der bleibt jetzt auch heil. U1=140 Volt steht wie ne Eins. Lampentest positiv. C607 (330Mikrofarad) ersetzt durch einen neuen 470er. Das einzige was mir aufgefallen ist, dass die Spannung am C 607 nur -1,5 Volt beträgt. Aber der Widerstand zur -U13 ist mit 270 Ohm ok. Die anderen Halbleiter vor dem BU auch.

Interessant war, als ich den fernseher bekam, war der BU2525AX noch heil. Es kam sogar kurzeitig ein Bild. Hat nur sehr lange gedauert. Ich habe dann den 2SD2391Q getauscht und alle Kalös nachgelötet. Als er dann beim Einschalten immer noch nicht kam, habe ich mit dem Föhn die Gegend um den H-Endstufentransistir erwärmt. Danach muss dann wohl der BU gestorben sein. Völlig unspektakulär. Kein Knacken oder Knall. Das Netzteil schaltet bei Kurzschluß in der H-Endstufe dann ja sofort ab. Hat der eilntrafo die Wärme nicht vertragen? Oder sind andere Elkos taub???

Ich hab mir schon überlegt, ob ich zwischen Kollektor des Bu und dem Zeilentrafo noch die Glühbirne zwischenschalte und dann mal messe. Eigentlich m+üßte die Glühlampe den Strom des Bu begrenzen und gleichzeitig die (möglicherweise) fehlende Induktivität des Zeilentrafos bedämpfen, sodass keine zu großen Spannungsspitzen den BU mehr killen kann.

Bei Maul Fernseh-Service ist ein Tipp dabei, der einen häufig sterbenden BU2525AX beschreibt. Leider ist der Tipp nur Kunden von Maul zugänglich. Hat da Jemand Zugriff?

Ansonsten würde ich mal den DST bestellen. Ich sehe einfach keine andere Möglichkeit mehr.
 
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ottobald

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Ach ja, noch etwas. Am C des HOT hängt hier indiesem Chassis kein RC-Glied, wie man es z.B. bei Grundig findet. Es sind dort nur die Diodenbrücke für die O/W Einspeisung und zwei parallel geschaltet Kondensatoren drin. Die Bauteile hab ich natürlich schon ausgiebig durchgemessen. Als ich den Fernseher mit defektem Q506 bekam, war die untere Hälfte dieser Brücke aber nahezu nach Masse kurzgeschlossen (nur noch L603 und R610 (1Ohm)) dazwischen.
 
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Hallo,

wenn das NVM defekt ist , ist die Zeilenfrequenz zu hoch und der BU stirbt ...

Gruß
 
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ottobald

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Ja, das hatte ich auch in einem Beitrag gelesen und hatte natürlich sofort die Ansteuerung am BU2525 gemessen. Die Periodendauer mit etwa 32 Mikrosekunden ist aber sicher in der Größenordnung, wie sie auch im Service-Manual angegeben ist. Die Frage ist, um wie viele Prozent muß sie abweichen, bis der BU stirbt? Weiterhin hab ich ein Problem in der Kiste en NV-Ram ausfindig zu machen. Sehr wohl hat sie ien E-Prom drin, auf der ein Aufkleber S6-00 x64 draufgeklebt ist.
 
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ottobald schrieb:
Ja, das hatte ich auch in einem Beitrag gelesen und hatte natürlich sofort die Ansteuerung am BU2525 gemessen. Die Periodendauer mit etwa 32 Mikrosekunden ist aber sicher in der Größenordnung, wie sie auch im Service-Manual angegeben ist. Die Frage ist, um wie viele Prozent muß sie abweichen, bis der BU stirbt? Weiterhin hab ich ein Problem in der Kiste en NV-Ram ausfindig zu machen. Sehr wohl hat sie ien E-Prom drin, auf der ein Aufkleber S6-00 x64 draufgeklebt ist.

Der IC mit dem Aufkleber ist die Software! Das EEPROM müßte ein SMD-IC sein, wenn ich mich recht erinnere...
 
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ottobald

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Ach ja, klar auf der Lötseite sitzen ja uch noch ICs. Stimmt, da ist der

X24645 aufgelötet.

Ist der Kompatibel zu 24C64 oder so?
 
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Also "Sharp und EEPROMS" ist ein Kapitel für sich. Ich würde generell nur Originalteile einbauen, aber du kannst es ja versuchen.

Aber: Äußerste Vorsicht beim auslöten. Der IC ist unten verklebt und bei kleinster Gewaltanwendung reissen die Leiterbahnen ab. Du mußt das IC sehr heiss machen, damit sich der Kleber löst. Am besten mit Heißluft, falls zur Hand
 
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Thema: Sharp 70ES-16S Chassis DA-100 BU2525AX defekt
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