Schaltnetzteil: Philips / Chassi GR 1 AX

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Schaltnetzteil: Chassis GR 1 AX

Beschreibung
Das selbstschwingende nicht netzgetrennte Schaltnetzteil liefert für die Horizontalendstufe
97,5Volt (+95) und 10 Volt (+9) für die Tonstufe.

1.) Start des Netzteiles:
Beim Einschalten des Gerätes beträgt die Ausgangsspannung 0 Volt.
Z-Diode stellt am Knotenpunkt von R 3610 und R 3613 eine Spannung von 15 Volt ein.
Durch den Spannungsteiler, bestehend aus R 3613 und R 3611, liegt am Gate des FET 7610
ca. 5 Volt. Der FET ist leitend. Die Eingangsspannung liegt am Punkt 2 vom Trafo 5610.
Kondensator 2660 wird geladen. Die Spannung über Wicklung 2-12 wird auf die Wicklung
2-13 transformiert. Am Punkt 13 ist die Spannung positiver als an Punkt 2. Diese positivere Spannung geht über C2613 und R 3612 und liegt am Gate des FET 7610. Die Z-Diode
begrenzt diese Spannung, die den FET weiter aufsteuert.

2.) Abschalten des FET 7610:
Ausserdem liegt während der Leitzeit des FET eine positive Spannung am Punkt 4 des Trafo
5610. Diese Spannung ist ab hängig von der Spannung am Trafo 5610 Punkte 2-12.
Beim Einschalten ist sie um 50% größer als im Betrieb (300Volt/200Volt).
Die Spannung am Punkt 4 lädt C 2616 positiv auf. Bei erreichen einer Spannung von
ca. 1,2 Volt wird TS 7614 leitend und steuert den FET 7610 stromlos.

3.) Energierückgewinnung:
C 2620 ist geladen und bildet mit dem Trafo einen Schwingkreis. Die Spannung am C 2620
geht sehr schnell in Richtung negativ. Ist eine Spannung von ca. -0,7 Volt am C 2620 erreicht,
wird Diode 6620 leitend. Die im Schwingkreis gespeicherte Energie lädt jetzt C 2660 weiter
auf. Ist die Energie fast aus dem Schwingkreis raus und die Spannung an Punkt 2 des Trafos
ist wieder positiver als -0,7 Volt, bildet C 2620 wieder mit dem Trafo einen Schwingkreis.
Die Spannung an Punkt 2 des Trafos 5610 steigt schnell an. Ist die Spannung um ca. 15 Volt
höher als an Punkt 12 vom Trafo, wird über die Wicklung 2-13 der FET wieder leitend gesteuert.

4.) Entladung der Kondensatoren C 2613 und C 2616:
Ist der FET im nichtleitendem Zustand, liegt am Punkt 13 des Trafos gegen Punkt 2 eine negative
Spannung, die über C 2613 und R 3612, das Gate des FET negativ ansteuert. FET bleibt
stromlos. Die Spannung ist mit der Z-Diode auf -0,7Volt begrenzt. Der Strom der durch diese
Bauteile fließt entlädt C 2613. Während dieser Zeit ist am Punkt 4 des Trafos eine negative
Spannung, die das C 2616 entlädt und sogar negativ lädt. Je nach höhe der Ausgangsspannung
wird dieser Kondensator mehr oder weniger negativ vorgespannt. Bei erreichen derAusgangs-
spannung ist die Spannung am größten.

5.) Ausgangsspannungsregelung:
Die Ausgangsspannung wird mit Hilfe eines Spannungsteiler, bestehend aus den Widerständen
R 3625(Poti),R 3626 und R 3627 gemessen und einem Transistor Pos. 7628 zugeführt.
Ist die Ausgangsspannung erreicht, leitet TS 7628 positive Spannung auf den TS 7614,
der den FET schneller abschaltet. Die geringere Energie, die bedingt durch eine kürzere Leit-
zeit des FET im Trafo gespeichert werden kann, sorgt für eine konstante Ausgangsspannung.

6.) Überspannungsschutz:
Steigt die Ausgangsspannung im Fehlerfall an, werden die Z-Dioden D 6638, D 6639 und
D 6640 leitend. Der Thyristor D 6641 wird gezündet, und er schließt die Ausgangsspannung
kurz. Die Plus 5 Volt wird auf ca. 1,4 Volt begrenzt.

7.) Kurzschlußbetrieb:
Ausgangsspannung ist ca. 0 Volt. Die Spannung über der Wicklung 2-12 ist während der
Leitzeit ca 300 Volt. Die positive Spannung ist am Punkt 4 des Trafos in dieser Zeit um 50%
größer. Der Kondensator C 2616, der durch die Ausgangsspannung negativ vorgespannt wird,
ist jetzt auf 0 Volt aufgeladen. Die hohe positive Spannung am Punkt 4 sorgt für ein sehr
schnelles Erreichen der 1,2 Volt an der Basis des TS 7614, die den FET abschaltet.
Es ergeben sich hierdurch sehr kurze Leitzeiten (Strombegrenzung).

8.) Stand - by - Schaltung:
TS 7631 wird leitend gesteuert und legt positive Spannung an die Basis von TS 7614, der eben-
fals leitend wird. Der FET wird abgeschaltet und auch die Startspannung bleibt kurz geschlossen.

9.) Power - on - Reset:
Wird der Netzschalter betätigt, steigt die Spannung am Col lektor des TS 7674 langsam an
(C 2674 wird geladen). TS 7674 bleibt so lange voll leitend bis plus 5 erreicht ist.
Der Microcomputer ist ab ca. 3,5 Volt Betriebsspannung bereit. Die Spannung am Collektor
(POR) von TS 7673 bleibt so lange auf L-Pegel bis die Spannung am Collektor von TS 7674
ca. 6,3 Volt beträgt. TS 7673 wird leitend und die Collektorspannung geht jetzt auf H-Pegel
(POR), der auf 4,7 Volt durch Z-Diode 6675 begrenzt wird. Der Microcomputer startet.

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