Philips Senseo HD6574 Duo Latte Boiler trocken gestartet

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julinator04

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Hersteller: Philips

Typenbezeichnung: Senseo HD6574 Duo Latte

E-Nummer: HD6574

kurze Fehlerbeschreibung (2-3 Worte): Boiler trocken gestartet

Meine Messgeräte::
Analog/Digital Voltmeter

Schaltbild vorhanden?:
Nein



Hallo,
Habe versucht in Eigenregie die Kaffemaschine zu reparieren, da die Pumpe immer länger lief (wahrscheinlich wegen einer Verstopfung/Verkalkung) Dabei habe ich alle Schläuche mal versucht durchzupusten und als ich den Schlauch vom Boiler/Heizelement abgenommen habe, lief viel Wasser heraus. Das habe ich alles weggewischt alle wieder angeschlossen und aus Naivität versucht die Maschine wieder normal zu starten.
Beim Vorheizen kam Dampf hinten beim Wasser-Reservoir (Wasserdampf, hat nicht verbrannt gerochen) und ich hab nach 20s die Maschine schnell wieder ausgeschaltet. Jetzt befürchte ich dass ich den Boiler geschrottet habe, weil er trocken lief und das Heizelement eventuell durchgebrannt ist. Ich habe mit einer kleinen Einmalspritze den Boiler/Kessel wieder von oben befüllt und nochmal versucht die Maschine anzuschalten aber nun heizt sie nur noch dauerhaft vor und der Boiler wird nur noch ganz wenig warm.

Bei der normalen standard senseo hätte ich wohl beide Knöpfe gleichzeitig drücken müssen beim Einstecken, damit ein Flag gesetzt wird womit erst gepumpt und dann geheizt wird (Wie bei einer Erstinbetriebnahme). Das habe ich aber nach langer Recherche nicht bei diesem Modell herausgefunden wie das gehen soll.

Am Boiler messe ich jetzt nur noch 5V und der Widerstand ist laut Multimeter unendlich hoch. Was denkt ihr könnte jetzt kaputt sein? Der Boiler an sich, der Kondensator, irgendwelche Teile auf der Platine? Bin offen für eure Anregungen. Außerdem finde ich keine Ersatzteile für genau dieses Modell, immer nur für die "Standard" -Senseo. Habt ihr Tipps?

LG Julian
 
Lötspitze

Lötspitze

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Hallo!
Wie alle elektrischen Heizgeräte, besitzt diese Maschine sicherlich 2 Temperaturfühler:
a) Thermostat, der bei Überschreiten einer vorgegeben Temperatur anbschlatet, und bei Unterschreiten eine tieferen temperatur, wieder zuschaltet, dmait die Temperatur im Heizelement regelt. Entweder rein elektro-mechanisch oder über Analog-Fühler und die Maschinensteuerung.
b) Übertemperatursicherung: Versagt a) verhindert eine bei noch höherer Temperatur auslösende Temperatursicherung größeren Schaden. Das ist meist ein kleines Metall-Röhrchen, ca. 15 mm lang mit 2 Drähten dran. Die öffnen und sind in der Regel nicht rücksetzbar. Können aber ersetzt werden. Achtung: NICHT löten, sondern crimpen/quetschen!
Deine Messung, war das mit der Temperatursicherung im Kreis oder direkt an den Kontaktfahnen des Heizeölementes? Wenn "letzteres", dann ist die Heizung durchgebrannt, Du brauchst Ersatz.
 
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julinator04

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Hallo Lötspitze,
Danke für die schnelle Antwort.
Ich habe mir den Boiler angeschaut und tatsächlich an der Seite einen NTC gefunden. Das wird wenn ich das richtig verstanden habe als das Thermostat (wie bei dir in a ) verwendet.

Die Übertemperatursicherung habe ich nicht gefunden. Könnte das das eingekreiste schwarze Teil auf dem Bild im Anhang sein? Dieses habe ich mit dem Durchgangsprüfer gecheckt, es schaltet durch.

Die 5V AC liegen sowohl vor als auch hinter dem schwarzen Teil an, ergo kommen meiner Meinung nach auch an dem Heizdraht an.

Edit: Habe ich richtig nach AC gemessen? Hätte ich eher nach DC messen sollen? Bin mir gerade unsicher... Ist ja wechselstrom aber irgendwo ist da ja anscheinend noch ein Kondensator dazwischen...

Danke nochmal für deine Hilfe
LG Julian
 

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Lötspitze

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Hallo!
Das eingekreiste Teil ist in jedem Fall ein Temepraturschalter. Wenn der Durchhgang hat ist er geschlossen und dann wohl auch OK.
Die Heizung wird von irgendetwas eingeschaltet, mit Wechselspannung betrieben und hat garantiert nciht irgendeinen Kondensator dazwischen. Verfolge mal die Anschlüsse des Boilers zurück, irgendwo gibt es ein Schaltelenent (Relais oder TRIAC).
Bild von dem NTC wäre auch gut
 
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uli12us

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Heizung mit nur 5V wundert mich jetzt doch, da sind normalerweise mehrere 100W dahinter, wo wollen die bei 5V herkommen. Ein Trafo wird bei solchen Teilen doch generell eingespart. Bei diesen Senseo Teilen sind standardmässig die Kondensatoren hin, entweder 0,47 oder 0,68µF irgendwas um die 350V.
Müssen aber X2 sein. Wenn du aber zwischen beiden Heizanschlüssen nicht irgendwas im Bereich von 20 -200 Ohm messen kannst, dann wird der Boiler tatsächlich durch sein. Es soll dafür zwar Ersatzteile geben, eine Reparatur ist beim Neupreis der Teile aber sehr wahrscheinlich unwirtschaftlich.
 
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Hallo!
Ja, diese 5V sind wohl eher auf Störungen eines "offenen" Meßkreises zurückzuführen. Da soll jetzt noch mal direkt an den Anschlüssen an der Heizung direkt gemessen werden. es hieß ja:
aber nun heizt sie nur noch dauerhaft vor und der Boiler wird nur noch ganz wenig warm.
...also irgendetwas heizt den ja auf, und der hat, nach meinem Wissen, nur eine Heizung.
@uli12us: Guter Hinweis mit den Kondensatoren! Das sind die jetzt häufig auftretenden Fehler durch gealterte "kapazitive Vorwiderstände", Kapazität verringert = keine Leistung mehr wenn z.B. ein Relais angesteuert werden soll.
Wenn die Heizung + Sicherungen/Schalter sich als in Ordnung herausstellen (ohm´sch!!!) wäre das doch die richtige Maßnahme mit überschaubarem finanziellen Aufwnad.
Wie schon von @uli12us vermerkt: Das muss ein X2-Kondensator sein! Nur der heilt sich selber (Spannungsspitzen am Netz...), aber verliert eben genau deshalb an Kapazität.
 
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julinator04

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Hallo!
Gleich 2 Leute die mir helfen. Danke euch beiden!

Ich habe mal weiter nachgeforscht, bin aber immer bisschen vorsichtig was Netzspannung angeht.

Im Anhang mehrere Bilder. Erst einmal habe ich mehrere Sicherungen gefunden, die sind aber alle noch gut, und scheinen jetzt nicht unbedingt mit dem Boiler zu tun zu haben. Dann wiederum habe ich den schaltenden TRIAC gefunden. Er verbindet die beiden Anschlüsse von der Netzspannung mit dem Boiler. Jedoch habe ich auch an diesem 5V AC gemessen wohingegen die Anschlüsse der Netzspannung natürlich 220V anzeigen.
Meine Vermutung ist also das der TRIAC nicht voll durchgeschaltet wird. Liege ich damit richtig?

Edit: Zum Verständnis die Anschlüsse auf der Vorderseite links unten sind die, die mit dem Boiler verbunden sind. Die unteren (AMP5 AMP8 AMP10 AMP9) sind direkt mit dem Außenleiter L der Netzspannung verbunden und gehen direkt an eine Seite des Boilers. AMP6 geht an die andere Seite des Boilers aber ist durch den TRIAC darüber vom Nullleiter getrennt.

Mit #5 und #6 habt ihr mich ein wenig abgehängt.

Wieso messe ich keinen 20-200 Ohm widerstand an den Heizanschlüssen? Könnte es daran liegen dass ich im angeschlossenen Zustand messe und erst beide Anschlüsse abklemmen müsste?

Wie finde ich heraus ob die Kondensatoren durch sind? Alle stumpf durchmessen?
Wie erkenne ich den X2 Kondensator? Habe euch Fotos von der Platine angehängt.
Auf dem Foto von der Rückseite der Platine, handelt es sich um den rechten TRIAC für den Boiler. Mit den anderen Bildern sollte erkennbar sein wo was ist. Sonst bitte nochmal melden.

Liebe Grüße und Vielen Dank euch!

Edit2: Ich habe noch ein Bild vom NTC angehängt. Dabei ist mir wieder ein wenig Wasser ausgelaufen und das ist auf das rote Teil darunter (Keine Ahnung was das ist, ich glaube für milch wärmen und aufschäumen) und dabei hat es gezischt. Stecker war nicht drin also ich denke das Teil war einfach nur warm.
 

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Hallo!
Schöne Bilder, so wünscht man sich das.
In Bild 2 sind 2 Thermosicherungen zu sehen, die kleinen Röhrchen. Die mal einzeln durchmessen, die müssen ca. 0 Ohm haben.
Wieso messe ich keinen 20-200 Ohm widerstand an den Heizanschlüssen
Evtl. weil Du da eine defekte Thermosicherung mitgemessen hast. Andernfalls...ist der Boilder durchgebrannt, wenn Du wirklich nur an den direkten Anschlüssen der Heizung gemessen hast. Da dann kein Strom fließt bleibt auch der TRIAC nicht an (= erreicht seinen Haltestrom nicht), das würde die merkwürdige Spannung erklären.
 
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uli12us

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Der Kondensator ist dieses grosse blaue Kasterl ungefähr im Schuhschachtelformat im vorletzten Foto..52 ganz unten auf der Platine.
 
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julinator04

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Lötspitze schrieb:
Hallo!
Schöne Bilder, so wünscht man sich das.
In Bild 2 sind 2 Thermosicherungen zu sehen, die kleinen Röhrchen. Die mal einzeln durchmessen, die müssen ca. 0 Ohm haben.
Wieso messe ich keinen 20-200 Ohm widerstand an den Heizanschlüssen
Evtl. weil Du da eine defekte Thermosicherung mitgemessen hast. Andernfalls...ist der Boilder durchgebrannt, wenn Du wirklich nur an den direkten Anschlüssen der Heizung gemessen hast. Da dann kein Strom fließt bleibt auch der TRIAC nicht an (= erreicht seinen Haltestrom nicht), das würde die merkwürdige Spannung erklären.

Beide Thermoröhrchen 0,8 Ohm also alles ok.
Ja dann ist der Boiler durchgebrannt. Hatte ich mir schon fast gedacht. Doofe Sache.

uli12us schrieb:
Der Kondensator ist dieses grosse blaue Kasterl ungefähr im Schuhschachtelformat im vorletzten Foto..52 ganz unten auf der Platine.
Danke!



Ja also damit endet dieses Abenteuer für mich. Danke euch beiden für eure Hilfe! Ich hab da ganz oft auf dieses Karma Ding geklickt falls euch sowas wichtig ist. Aber danke für alles!

LG Julian
 
Lötspitze

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Hallo!
Ja, das ist dann das Ende der Maschine, außer, Du findest für wenig Geld genau den Erhitzer.
Ansonsten: Recyclink-Hof.
Als Bstler wirst du vorher sicherlich noch die intakten Teile herausnehmen: Temp.Sicherungen, Thermofühler, Schalter, Elektronik, Anschlußkabel...zumindest mache ich das. Bis hin zu den Gehäuse-Schrauben,. die auch in entsprechende Sortierkästen kommen.
 
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julinator04

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Jaaaaa.....
Was soll ich sagen....

Ich habe einen neuen Boiler bestellt! Und weiter geht das Abenteuer!

Falls jemand das gleiche Ersatzteil sucht. Ich habs für 30€ +Versand von ersatzteileshop.de

(https://www.ersatzteileshop.de/heiz...vN8aEBwb-Sq3y45Sn_AugCCzO6xjSZ4IaAk_uEALw_wcB)

Ich hoffe ihr begleitet mich weiterhin auf diesem Abenteuer. May the Coffee be with you!
Ich melde mich nachdem das Teil da ist und ich es verbaut habe.

LG Julian
 
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uli12us

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Denk aber dran, ausreichend Wasser einzufüllen, entweder mit der Startprozedur laut Anleitung oder indem du durch den Schlauch der reingeht mit ner Spritze Wasser einfüllst. Wieviel da nötig ist, weiss ich leider nicht. An sich sollte es reichen soviel einzufüllen, dass die Heizung komplett untergetaucht ist.
Vermutlich wird man das aber nicht sehen. Eventuell einfach eine von dir normalerweise benutzte Tasse vollständig rein.
 
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