Philips CD 104 Beide Kanäle verzerren erheblich

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Läpsch

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Hersteller
Philips
Typenbezeichnung
CD 104
Kurze Fehlerbeschreibung
Beide Kanäle verzerren erheblich
Meine Messgeräte
  1. Analog/Digital Voltmeter
  2. Oszilloskop
Schaltbild vorhanden?
Ja, als PDF
Ich habe hier von einem Kollegen den CD 104 von Philips auf´s Auge gedrückt bekommen. Beide Kanäle zerren richtig mit "Schmackes"! In die OP´s im Ausgangskreis kommt das Signal schon "kaputt" rein. Aus den D/A-Wandlern vom Typ TDA 1540 kommt das Signal also schon verzerrt raus. Das beide Wandler gleichzeitig das Zeitliche segneten, ist ziemlich unwahrscheinlich. Aber um das zu klären, sind viele Euros nötig und ob der Fehler mit neuen D/A-Wandlern behoben ist, wage ich zu bezweifeln. Kennt jemand diesen Fehler?
 
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petterh

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Wie sehen die Betriebsspannungen im Decodiermodul aus, es könnte eine oder mehrere Spannungen einen zu hohen Brummspannungsanteil haben. Da auch ein Oszi zu Verfügnung mal die Spannung anschauen.
 

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Läpsch

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Jau Petterh, danke für den Tipp! Ich habe mich mal betreffend typischer Fehler dieser Serie umgehört und habe erfahren, dass diese Maschinen mittlerweile große Probleme mit den Elkos im Netzteil haben. Da lagst du wahrscheinlich goldrichtig! Weitere typische Fehler des CD 104 sind kalte Lötstellen, insbesondere die Durchkontaktierungen. Ich wechsel erstmal sämtliche Elkos im Netzteil und kontrolliere dann die Spannungen. Sollte das nicht fruchten, nehme ich mir die Decoder-Platine komplett vor. Insbesondere die Durchkontaktierungen, die laut Berichten besonders viel Stress machen sollen. Ich werde aber in jedem Fall hier an dieser Stelle weiter berichten...
 
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Läpsch

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Tja, ich habe die Elkos -zwölf Stück- des Netzteils gewechselt, die komplette Netzteil-Platine nachgelötet und anschließend mit Kontakt WL gewaschen. Alle Spannungen ohne Last gemessen -mit Voltmeter als auch Oszi- und da gab es keine Auffälligkeiten. Anschließend die Maschine wieder zusammengebaut, Fehler noch da, also die NF verzerrte immer noch bis zum Abwinken. Im nächsten Schritt werde ich in Frage kommende Spannungen auf der Decoderplatine mal gründlich kontrollieren, also das Netzteil quasi unter Last checken. Vielleicht macht dann ein Spannungsregler im Netzteil Probleme.
 
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petterh

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Im Prinzip war das Wechseln aller Elkos nicht verkehrt (angesichts des alters vom CD-Player), hat aber nichts mit der Fehlersuche zutun.
Das Messen der Spannungen mit Voltmeter und Oszi kann mehr aussagen als blindes tauschen von Bauteilen.
Bitte Betriebs- und Arbeitsspannungen immer unter Last messen, alles andere führt zu Fehlmessungen.
 
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Läpsch

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"Denn der Kopf....." da schreibt man das "denn" übrigens mit zwei "n". Das nur so nebenbei....
Sicher war der Elko-Wechsel sinnvoll, die Dinger haben immerhin fast 40 Jahre auf dem Tacho!!! Unter Last messen ist eigentlich immer ein "Muss", das weiß ich auch. Aber bei diesem Player nicht ganz so einfach. An die Decoder-Platine kommt man von oben nicht dran, da sich direkt darüber eine weitere Platine befindet. Bleibt noch eine Messung von unten. Normalerweise müsste man den Player dafür auf den Kopf stellen, doch dann läuft keine CD mehr, ist ja klar. Zum Glück ist das Laufwerk so fit, dass das Gerät eine CD auch noch vertikal abspielt; so kann man den CD 104 zumindest um 90 Grad gekippt aufstellen und dann versuchen, an die entsprechenden Mess-Stellen zu kommen, da man die untere Abdeckung problemlos entfernen kann. Glück gehabt.....
 
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Läpsch

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Tja, Spannungen zumindest an der Einspeisung korrekt vorhanden, Lötstellen alle nachgearbeitet, keine Änderung! Käme evtl. noch ein Haar-Riss auf der Platine in Frage. Ich werde deswegen mal alle Spannungsangaben (wie im Schaltplan angegeben) an den Digital-IC´s überprüfen. Sollte da auch nichts zu finden sein, kann da erfahrungsgemäß vom Laser bis zum D/A-Wandler alles mögliche den Fehler verursachen. Eigentlich ein Totalschaden! Deswegen hatte ich gehofft, das hier jemand diesen Fehler im CD 104 kennt.
 
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tomtom69

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Hallo,

Wenn der CD-Spieler die CDs noch normal abspielt (also lesen kann und die Tracks grundsätzlich spielt) sollte am Laser schon mal kein Fehler vorliegen. Kannst Du die Verzerrungen genauer beschreiben (z.B. nur bei lauteren Signalen o.ä.) oder evtl. ein Beispiel als Audio-Datei irgendwo hochladen (aber Obacht bei Musik wegen dem oftmals übertrieben angewandten Urheberrecht)?
Idealerweise würde man eine Test-CD mit verschiedenen Sinus-Signalen verwenden und mit dem Oszilloskop das Ausgangssignal ansehen.
Ich hatte schon mal einen RAM-Fehler, der sowas verursacht hat, das war dann allerdings ein DRAM. Hier ist ein SRAM verbaut. Das RAM wäre auf dem CD104 der Baustein 6512. Wenn es den MSM2128 nicht mehr gibt, würde es als 1:1 Ersatz auch ein 6116 SRAM (2kBx8) tun. Der ist zumindest nicht teuer.

Tom
 
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Hallo tomtom,
danke für den Tipp. Ich hab mich mal nach dem MSN2128 umgeschaut und selbiges für sagenhafte 5(!) Euro gefunden. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Und das auf einer vermeintlich deutschen Seite. Allerdings stand da nichts von Porto und Verpackung. Als ich das Dingen dann in den Warenkorb bugsiert hatte stellte sich heraus, dass der Anbieter 25 Euro für P+V haben wollte. Keine Chance! Dann sah ich beim Zusammenbau (ich wollte eine Aufnahme von dem "Chaos" machen), das ich einige Lötstellen (Steckverbinder auf der Platine) vergessen hatte nachzulöten. Das flugs nachgelötet und auch die Kontakte sämtlicher Stecker/Buchsen mit WL und Kontakt 61 behandelt und siehe da, die Maschine lief wieder einwandfrei. Ich habe dann mal zwei CD´s per Tracer durchlaufen lassen und es gab keine Probleme. Morgen kommt das Teil an die Stereoanlage, aber ich bin guter Dinge. Ich berichte weiter....
 
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tomtom69

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Das hört sich ja gut an. Danke für die Rückmeldung, und hoffentlich läuft das Teil noch lange. Das ist eine der frühen Generationen, die noch wirklich interssant aufgebaut sind, wäre schade drum :-)
 
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Läpsch

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Hi tomtom,
ja, ich war auch froh, dass ich das Teil vom Tisch hatte. Der finale Probelauf komplett zusammengebaut an der Stereoanlage verlief heute auch ohne Probleme.
Ich habe fünf Jahre lang im Rahmen einer selbständigen Tätigkeit in zwei Werkstätten vor allem CD-Player, aber auch Amps und Mixer repariert. Und ich kann mit Stolz behaupten, dass kein Gerät unrepariert wieder rausgegangen ist. Aber so ein Fehler ist mir noch nicht untergekommen. Ist aber wahrscheinlich dem Umstand geschuldet, das da nie nach der eigentlichen Ursache gesucht werden sollte (im Auftrag), sondern sofort die komplette, in Frage kommende Platine gewechselt werden musste. Nachschub war ja immer reichlich vorhanden! Geht schnell und zahlen muss der Kunde. Meinen Auftraggebern war das natürlich egal.
Und hier noch eine Anmerkung zum Thema MSM 2128. Wie bereits berichtet, musste ich das IC (für 5€) zum ermitteln der Portokosten (25€) in den Warenkorn legen. Da bin ich dann natürlich sofort wieder ausgestiegen. Jetzt bietet diese Firma das IC statt für 30 Euro nur noch für diesen Preis an (15,90)€:

Zur Verkäuferseite: *westryrex*dog*tubes**westryrex*dog*tubes*

Ich vermute mal, dass da eventuell ein Betrug mit nicht funktionierender Ware aus China hintersteckt. Hab ich auch schon erlebt!
Na ja okay, Problem gelöst, der Oldie funzt wieder und der Besitzer springt immer noch vor Freude an die Decke.......
 
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