Orion TV32LB2000 CEK624A Netzteil-Ausfall

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Digitalis

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Hersteller: Orion

Typenbezeichnung: TV32LB2000

Inverter:

Chassi:

kurze Fehlerbeschreibung (2-3 Worte): Netzteil-Ausfall: kein Bild, kein Ton, nur blaue LED

Meine Messgeräte::
Analog/Digital Voltmeter

Schaltbild vorhanden?:
Nein


Hallo,
bei der CEK624A Netzteilplatine des Orion TV32LB2000 ist der 0,15 Ohm-Stromsensorwiderstand durchgebrannt. Scheint für diese Platine typisch zu sein. Auf einigen Bildern habe ich auch 2 x 0,33 Ohm parallel gesehen.

Einen Kurzschluss habe ich nicht festgestestellt. Könnte es sein, dass der Widerstand einfach nicht genügend Wärme abführen kann?

@Extechniker hat hier vor 2 Jahren mal aus dem Datenblatt des verantwortlichen ICs FA5591 die Formel R= 0,58 / Imax zitiert. Demnach wäre Imax = 0,58 / R, also 0,58 / 0,15 = 3,87A .

Und, wie war das nochmal, P= I x I x R ? Damit komme ich auf ca. 2,25 Watt. Sicher, das ist nicht die Welt, aber ein bisschen überdimensionieren würde nicht schaden, sagen wir mal 5 W. Und am besten noch ein Wärmeleitpad drauf, wo er schon so schön auf der Display-Abschirmung aufliegt.

SMD Widerstände mit Lötstreifen an den langen Kanten habe ich nicht gefunden, aber im Grunde tun es auch ganz normale SMD-Widerstände und ein bisschen Lötarbeit. Hat schon mal jemand den Orion TV32LB2000 durch einen neuen Stromsensor-Widerstand dauerhaft wieder hingekriegt?

LG
Digitalis

ps
hier noch ein paar Fotos
 

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Das ist leider ein schon eingeplanter Fehler und meist reicht es den Widerstand zu tauschen und man hat wieder etwas Ruhe.

LG Thomas
 
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Nachdem ich einen aus mehreren SMDs zusammengesetzten 0,15 Ohm-Widerstand mit etwas höherer Belastbarkeit gebaut und eingelötet hatte, ging es wieder. Ich konnte damit etwa eine Minute problemlos fernsehen, dann hat es wieder geknallt und gestunken. Mein schönes Widerstandsnetzwerk ist regelrecht abgeraucht und die Sicherung auch.

Woher kriege ich jetzt ein neues CEK624A Board? Oder wenigstens ein Schaltbild?

LG,
Digitalis
 
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Zuckerbiene

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Ich habe nochmal geschaut. Die meisten bestücken mit 0,5 Ohm 1,5Watt.

LG Thomas
 
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D. h. dann regelt der Controller früher zu bzw. begrenzt den Strom?

Ich hatte die Gelegenheit, mal ins Schaltbild zu schauen, da steht 0,15 Ohm. Aber der Widerstand ist ja nach einer Minute mit lautem Knall abgeraucht, und die Hauptsicherung gleich mit.

Wie kann ich den Kurzschluss finden?
 

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HermannS

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Also wenn es R6432 (unterer Teil) nicht mit durchgerissen hat, müsste das Problem auf der DC+380 Leitung vor ihm sein. Ich seh da nur die großen Siebelkos und den kleinen C6425. Wenn der MOSFET Q6402 Schuld hätte, wäre er wahrscheinlich längst tot.
 
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Wenn ich die Schaltung richtig verstehe, schaltet der Powerfactor Correction Controller FA5591N-A2-TE1 mittels "POWER SWITCH"-Mosfet mit kurzen Sinus-PWM Impulsen die Spule L6403 an 380V. Wenn diese Impulse aus irgend einem Grunde zu lang werden oder er das Ausschalten ganz vergisst, kracht es.

Sollte ich den FA5591N-A2-TE1 Chip auswechseln (und woher kriege ich schnnell einen neuen?) oder sind eher andere Bauteile dafür verantwortlich?

Andererseits könnte ich die Blindstromkompensation ja auch ganz deaktivieren und für den Softstart einen NTC einlöten...
 
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Das habe ich auch so verstanden. Nur würde dann der MOSFET den Kurzen bauen. Überlebt der das?? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Du könntest ja mal das Gate von dem FET abhängen und schauen, ob es wieder raucht.
 
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HermannS schrieb:
Das habe ich auch so verstanden. Nur würde dann der MOSFET den Kurzen bauen.

Das tut er ja wohl auch, über L6403, die große flache Spule. Beide dürften zum Durchbrennen der Hauptsicherung und des Stromsensorwiderstands wohl ausreichend dimensioniert sein. Ich werde den MOSFET nachher mal checken.

R6432 ist ein bedrahtetes Bauteil auf der Platinenoberseite. Sieht noch ganz gut aus, werde ihn mir aber auch noch vornehmen.
 
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HermannS

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Ja, der MOSFET kann 19A. Einen kurzen Impuls sollte er aushalten bis die Sicherung fliegt.
Fragt sich was mit dem Controller ist, dass der erst funktioniert und nach 1min plötzlich ausflippt. Oder ist es der FET? Klingt mehr wahrscheinlich, weil der den Stress hat. Ich würde mal den PFC Kreis nach dem Ausschlussprinzip abhängen. Erst das Drain vom FET und wenn dann Ruhe ist, das Drain wieder rein und das Gate raus. Leider stirbt evtl. jedesmal eine Sicherung und ein Widerstandsnetzwerk. Zugegeben keine sehr schonende Methode.
 
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Danke für den Tipp. Ich werde dann mal bedrahtete Widerstände oben auf der Platine platzieren. Drunter ist ja nicht viel Platz.
Aber wenn ich schon ich die PFC-Schaltung stilllege, könnte ich auch gleich den 0,15 Ohm-Stromsensorwiderstand durch eine Brücke ersetzen?
 
HermannS

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Ja, ich denke wenn der MOSFET abgehängt ist, kann der Controller machen was er will und eine Brücke ist ok. Ansonsten weiß ich nicht, was der treibt, wenn er keinen Strom mehr fühlt und der MOSFET ist angehängt. Falls der Kurzschluss doch nichts mit dem PFC zu tun hat, muss allerdings der Gleichrichter noch ein Stück mehr Strom aushalten bis die Sicherung fliegt. Ein heißes Experiment, keine Frage.
 
Lötspitze

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Hallo!
Der PFC-Kreis funktioniert über die Drossel (die nicht an 380Vdc liegt sondern an 230Vac, direkt hinter dem Gleichrichter), den MOSFET und den Strommeßwiderstand.
Wird die Steuerung defekt wird meist der MOSFET voll aufgesteuert, der Strom steigt Richtung Kurzschluß, MOSFET legiert durch = Kurzschluß, der Strommeßwiderstand brennt ab. Da die Spannung über eben diesem Widerstand gemessen wird und nur im Volt-Bereich liegt brennt das Steuer-IC auch ab, denn da liegen ja jetzt die 230Vac vom Netz über diesem armen Meßeingang an!.
Meist reißt es die Gate-Widerstände und -diode mit in´s Nirwana.

Die PFC einfach lahmzulegen ist keine gute Idee, denn
1. ist das rechtlich nicht zulässig wegen der übergroßen 3./5./7...Harmonischen des Stromes,
2. ist der Hauptkondensator nicht für eine Überbrückung von den dann langen "Stromlücken" ausgelegt, weil er ja normalerweise dauernd vom Eingangssinus etwas nachgepumopt bekomm ( dem Sinus der Netzspannung also recht lange nachfährt), die Spannung dort wird also sehr wellig, und
3. sieht das nachfolgende Netzteil ja nur noch (230V-2xUdiode) x Wurzel(2) = ca. 320Vdc statt 390-400Vdc, das Ganze dann noch sehr wellig...für gleiche Ausgangsleistung fließen dann also wesentlich höhere Ströme im Primärkreis, dafür ist der nicht ausgelegt...und geht kaputt

Hilft nur: Reparieren oder neues Netzteil (oder PFC von einem anderen Netzteil mit gleicher Leistung zwischenschalten, das ist aber keine Reparatur sondern Bastelei...)

Nicht zu vergessen, daß diese Unersuchungen und das Arbeiten an dem Netzteil nur von Fachleuten ausgeführt werden darf, die die damit verbundenen Gefahren der hohen Spannungen (Lebensgefahr!) beherrschen!
 
thommyX

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Frage - Wäre an dem Schaltbild interessiert - Könnt ich das bekommen????

LG Thomas
 
HermannS

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Lutz, du hast Recht. Ist keine gute Idee gewesen. Zum Testen wären die rechtlichen Bestimmungen ja wurst, aber die anderen Argumente sind stichhaltig.

Jetzt aber die Frage: wenn der PFC Kreis komplett abrauchen würde wenn er spinnt, hätte das Ersetzen des Widerstands ja erst mal keinen Erfolg gehabt. Der TV lief aber für eine Minute. Also muss es doch was anderes sein?

Oder aber wir haben den Fall, dass der PFC gar nix mehr macht und zu hoher Strom fließt, wie von dir prognostiziert. Dann wäre eine zu niedrige Spannung an den Kondensatoren messbar, @Digitalis!
 
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thommyX schrieb:
Frage - Wäre an dem Schaltbild interessiert - Könnt ich das bekommen????

Ja, wenn du PNs lesen würdest, @thommyX ;-)

@Zuckerbiene
auch du hast eine PN von mir
 
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Ja, ich denke auch, dass ich ohne die PFC/Booster-Netzteilvorstufe nicht viel Freude an dem Fernseher haben werde. Ich kann's nicht einmal ausprobieren, weil ich keine 4A-Sicherung habe. Der MOSFET hat übrigens Null Ohm zwischen allen drei Beinchen, und am Controller messe ich auch keine halbleitertypischen Widerstandswerte. Leider gibt's den Controller nicht in Europa. Mal schauen was das Power-Board beim Orion-Service in Polen kostet. Die Antwort wird wahrscheinlich lauten: neuer Fernseher.
 
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Ohä! Dann muss es den FET nach dem ersten Reparaturversuch zerrissen haben. Der TV hätte niemals so starten können.
 
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