Kenwood Stereo Receiver R-A150 klackert

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FrankO

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Hersteller: Kenwood
Typenbezeichnung: Stereo Receiver R-A150
Chassi: ?

Vorhandene Messgeräte: Digital oder Analogvoltmeter
Schaltbild vorhanden: Nein
Dein Wissensstand: Grundwissen (Hobby Elektroniker P=U*I sollte ein Betriff sein)

Fehlerbeschreibung und Nachricht:
Hi alle!

Hab hier freundlicherweise nen Kenwood Receiver bekommen, leider defekt.
Das Problem äussert sich darin, dass beim einstecken zwei Relais dauernd klackern und sich der Verstärker nicht einschaltet; Standby-Betrieb ist allerdings ohne weiteres möglich.
Ich konnte noch nichts messen, habe ihn bisher nur aufgeschraubt.
Dabei ist mir allerdings noch eine relativ deutlich verfärbte Stelle auf der Platine aufgefallen: Besonders um einen Transistor D2525 von Toshiba. Zudem sieht ein Widerstand ziemlich verschmort aus, aus welchem Grund auch immer und dummerweise sind die Farbringe nicht mehr richtig zu erkennen... Ich habe mich jetzt gefragt, ob man einfach diese Teile mal versuchen könnte auszutauschen, oder ob das Problem doch tiefer im Detail stecken könnte.

Ich habe bereits im Netz gefahndet, jedoch nichts brauchbares gefunden, drum wende ich mich jetzt an euch.

Mit freundlichen Grüssen
 
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Ich habe jetzt zwar kein Schaltplan da, aber messe mal alle Endstufen durch, und schaue dir einmal die Lautsprecher an, ob diese evt. einen Kurzschluss haben...
 
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FrankO

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Du meinst den linken und rechten Kanal, oder? Ich bin nicht direkt sicher, was ich dort messen sollte, weil ich glaube, dass die Relais die Endstufen erst einschalten. Da dies aber nicht passiert, bin ich mir unsicher, was ich messen soll...
Zu den Lautsprechern: Es sind keine Angeschlossen, habe hier keine zur Hand...
 
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Gast_1

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Hallo,

ja ich meinte beide Kanäle (also links und rechts), hierfür lötet man die Endstufentr. ab und mißt sie Ohmisch durch.
In 90% der Fälle brennt ein Endst. tranistor durch, weil er überlastet worden ist, also Brückenschaltung ect. daher meine Frage nach den Lautsprechern.
Evt. sind diese Niederohmig geworden oder ähnliches (nicht das wenn der Rec. wieder funktioniert er gleich wieder durchbrennt.)
 
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FrankO

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Achso, ja, werd ich noch machen müssen. Betreffend der Lautsprecher hab ich keine Ahnung, was passiert ist :roll:

Allerdings werde ich diesen anderen Transistor, D2525, den ich erwähnt habe, auch noch abchecken. Dieser hat wohl mit den Endstufen nicht viel zu tun, aber eine so verfärbte Platine (wohl durch Hitzeeinwirkung) ist wohl auch nicht gerade normal, oder?
 
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Bertl100

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du hast recht. das sollte nicht sein. kommt aber trotzdem häufig vor.
oft werden transistoren (z.b. Längsregler im Netzteil für Vorstufenversorgung, oder TO92 Treiber für die Endstufe) ziemlich heiß!
zusammen mit dem billigen platinenmaterial (meist FR2) führt das schnell zu verfärbungen. hab ich schon oft gesehen - gerade bei Verstärkern aus Fernost!

soll heißen: da muß nicht unbedingt was kaputt sein!

Bertl
 
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FrankO

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Na toll, Kabel vom Multimeter gerissen.... KAUFT NIE DIESE BILLIGDINGER :mrgreen:
Werd wohl zum Kumpel gehen müssen und eins leihen, kann ja nicht angehen.

Was mir noch aufgefallen ist: Als der Receiver schon etwa 12 Stunden vom Netz war konnte ich immer noch eine Spannung von ungefähr 10V an den Transistoren messen. Können diese Kondensatoren wirklich so extrem lange die Spannung halten? Eigentlich sollten sie sich doch über Widerstände relativ schnell entladen...
 
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Bertl100

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häufig gibt es bei den endstufen keine wirkliche ohmsche verbindung, die die Cs ganz entladen kann.
die meisten pfade führen über transistoren, und die sperren unterhalb einer gewissen spannung. (weil die basisspannung zu klein wird).

Bertl
 
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FrankO

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Also, zu meinem Fortschritt: Ich habe Nachforschungen bezüglich der Endstufentransistoren angestellt und bei Sanken (Hersteller) herausgefunden, dass die Transistoren ersetzt worden sind mit einem neueren Typ.

Weiter, beim Messen stellte sich heraus, dass alle Leistungstransistoren so weit ich das beurteilen kann, i.O. sind. Sie sperren und leiten wie sie es sollten, ergo kein Kurzschluss oder Hochohmig-Werden. Beim Toshiba-Transistor (der mit der verbrannten Platine) scheint auch alles in Ordnung zu sein. Könnten sie dennoch fehlerhaft sein?
Was ich mir noch überlegte habe: Vielleicht sind die Treiber futsch? Diese scheinen vom Typ (2S?)C4137 zu sein und haben auch dieses Befestigungsloch für den Kühlkörper, allerdings konnte ich keinen Hersteller finden, der diese vertreibt...
 
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Bertl100

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hallo!

im allgemeinen (aber nicht 100%) liefert eine messung mit dem multimeter der endstufentransistoren, so wie du es gemacht hast, die richtigen ergebnisse. sie sollten also intakt sein.

der 2SC4137, das ist nicht der treibertransistor, sondern er stellt den arbeitspunkt der endstufentransistoren so ein, daß dieser für alle temperaturen paßt.

hersteller ist offenbar Rohm

http://pdf.alldatasheet.com/datasheet-p ... C4137.html

die treibertransistoren sitzen noch weiter "vorne".
das sind bei japan-verstärkern oft nur T92 transistoren
(120V - Typen). bei deinem verstärker weiß ich es nicht, kenne das gerät nicht.

Du hast aber recht, diese unbedingt prüfen. Da hatte ich schon einige kaputte!

Gruß
Bertl
 
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FrankO

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Ah, danke! Jetzt wo ich das Datenblatt sehe wird es offensichtlich.

In der tat hocken in der Endstufe zwei 2SC1845 als Treiber, sind diese 120V-Typen. Scheinen allerdings auch in Ordnung zu sein :?

Naja, jetzt den Fehler noch zu finden wird wohl wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, oder? :roll:
 
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Bertl100

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da müßten außer den 2 stück 2SC1845 (NPN) auch noch zwei PNP TO92 Transistoren (also 2SAxxx) sitzen.
ebenfalls 120V. bitte die auch noch prüfen!

Gruß
Bertl
 
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Bertl100

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z.b. 2A992 (NEC) oder 2SA1123 (Matsushita). letzterer ist bei technics verstärker häufig kaputt.

Bertl
 
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FrankO

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Ja, da sind in der Tat zwei 2SA992, allerdings scheinen diese auch in Ordnung zu sein. Ich messe jetzt immer 20x nach, damit ich keinen Fehler übersehe :lol:

Naja, mit meinem Latein bin ich schon längst am Ende. Man könnte vielleicht noch die Elkos prüfen, oder?
 
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Bertl100

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ok.
dann kommt als nächstes die Frage, was macht das relais eigentlich?

1) dient es zum einschalten der betriebsspannung der leistungsverstärkers bei standby -> ein?
2) oder in reihe zum lautsprecher als schutzschaltung?

im fall 1 würde ich das relais mal überbrücken und den verstärker langsam am regeltrafo hochfahren. dabei die spannung direkt am ausgang des verstärkers messen.

im fall 2 kann man direkt mal die ausgangsspannung am verstärkerausgang messen.

diese spannung sollte gegenüber masse praktisch 0 sein (so ein paar mV sind ok).

ohne regeltrafo ist aber wohl etwas gefährlich einfach einzuschalten.

bertl
 
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FrankO

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Naja, im ganzen sind es 3 Relais. 2 dienen zum Einschalten der Betriebsspannung für den Leistungsverstärker und eins hockt bei den Lautsprecherausgängen wahrscheinlich als Schutz. Jetzt, mein Problem betrifft nur die Relais, die den Leistungsverstärker einschalten oder eben in meinem Fall nicht einschalten, das Lautsprecherrelais tut rein gar nichts. Das Klackern kann ja entweder auf eine instabile Spannungsversorgung der Relaisspulen oder auf eine Schutzschaltung zurückzuführen sein. Allerdings verstehe ich dann nicht, falls es eine Schutzschaltung ist, warum der Receiver nicht direkt wieder in den Standby-Modus zurückfällt, sondern einfach unabdingbar klackert und erst wieder in den Standby-Modus kommt, wenn man die Einschalttaste betätigt. Aber vielleicht funktioniert diese Schutzschaltung so... ?

Zum Regeltrafo: Hab ich nicht :lol:

Ich werd trotzdem mal schauen, ob ne Spannung anliegt, schliesslich schalten die Relais ja kurz und vielleicht kann man was messen...

MfG

Nachtrag: Mir ist noch etwas aufgefallen: Aus dem Trafo kommen 3 Speisungen, 60/30V, 40/20 V und 5 und 15 V. Ich nehme mal an, dass die Anschlüsse mit den höheren Spannungen den Verstärker versorgen, währenddem der 5/15V Anschluss die Steuerelektronik hinterm Display etc. versorgt. Wenn ich nun nur den 5/15V Anschluss an die Platine Klemme und die beiden anderen, "hochspannungs" Anschlüsse nicht, tritt genau dasselbe Verhalten zu Tage. Da ja theoretisch der Verstärker nicht versorgt wird, liegt das Problem möglicherweise bei den Steuer-ICs. Meinung?
 
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Bertl100

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deine folgerung aus dem letzten absatz klingt plausibel!

vielleicht ist der ansatz mit den elkos gar nicht so verkehrt.
könnte ja sein, daß sobald strom durch die relaisspulen fließt, deren betriebsspannung zusammenbricht. das könnte die steuerung resetten.

miss doch mal die versorgungsspannung 5/15 V - oszi wäre gut, geht aber auch mit multimeter.

bertl
 
duts

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Hallo FrankO,

halt mal 'nen Fön in die Kiste und schau mal ob es evtl. besser wird. Hatte vor einigen Tagen ein ähnliches Problem mit 'nem Cat-Receiver, Ursache dort war ein tauber Elko.

Gruss Duts
 
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FrankO

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@Bertl100: Wenn du die Versorgungsspannung direkt ausm Trafo meinst, dann kann ich sagen, dass die, mit dem Multimeter gemessen, konstant ist, also nicht zusammenbricht. Die Versorgung der Relaisspulen schwankt allerdings wie wild.

@duts: Das hab ich bereits versucht, um kalte Lötstellen auszuschliessen, hat aber nix gebracht.
 
duts

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Dann würde ich jetzt von den Relaisspulen rückwärts die Spannung / das Signal verfolgen und messen.

Duts
 
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Thema: Kenwood Stereo Receiver R-A150 klackert
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