Kenwood Basic M2a Elko oder Folienkondensator

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digitalfreak

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Hersteller: Kenwood

Typenbezeichnung: Basic M2a

kurze Fehlerbeschreibung (2-3 Worte): Elko oder Folienkondensator

Meine Messgeräte::
Analog/Digital Voltmeter
Oszilloskop

Schaltbild vorhanden?:
Ja, als PDF


Hallo liebe Mitstreiter,

ich bin seit einiger Zeit mit der Reparatur und Revision einer Kenwood M2a Endstufe beschäftigt (bzw. es sind gleich zwei Geräte gleicher Bauart). Vorweg: beide Geräte arbeiten wieder einwandfrei und es gibt kein Problem.

Jedoch ist mir in der Schaltung eine kleine Merkwürdigkeit aufgefallen:

An den Hybrid ICs für die Super DLD Schaltung sitzen zur Siebung der Versorgungsspannung plus und minus 56 Volt jeweils ein Elko in der Nähe der ICs mit 0,22 uF / 50 !!! Volt. Kein Witz, so ist es im Schaltplan spannungsmäßig angegeben und auch im Gerät selbst festzustellen.

Abgesehen davon, dass der arme Elko spannungsmäßig leicht überfordert ist, stellt sich mir die Frage, was ein 0,22 uF Elko !! als Siebung bewirken soll? Weder vom ESR noch vom V_loss noch von sonst irgendwas macht es nach meinem Empfinden Sinn dort einen Elko einzusetzen.

Frage an euch: Es handelt sich laut Schaltplan um die Elkos C37 und C39. Hat da der Entwickler einen Sonnenstich bekommen? Gibt es doch einen tiefgreifenden Sinn, der sich mir ev. nicht erschließt? Haben Elkos doch noch irgendwelche Vorteile, die Folienkondensatoren in der Größe nicht haben?

Jede Art der geistigen Anregung ist mir herzlich willkommen.

Danke und grüße,

Ulf
 
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Bertl100

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Hallo Ulf,

nun, die 50V Spannungsfestigkeit ist tatsächlich "interessant". Kann ich mir eigentlich nur so erklären, dass der Elko-Lieferant zugesichert hat, dass der Elko auch die 55.6V + 10% aushält.
Und warum kein Folien-C: vermutlich hat sich messtechnisch kein Vorteil ergeben, und der Elko war billiger ....
Im übrigen gibt es durchaus Einbauorte, wo kleinstmöglicher ESR nicht das optimale ist. Es gibt durchaus Fälle, wo erwünscht ist, dass der ESR einen parasitären Schwingkreis dämpft.

Gruß
Bernhard
 
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digitalfreak

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Hallo Bernhard,

es kann nur so sein, wie du schreibst: "Der war billiger!" In unmittelbarer Nachbarschaft haben sie in der Schaltung den selben Typ als 100 Volt Version verbaut. Es kann also nicht sein, dass die Keksdose leer war. Oder sie hatten von einem anderen Gerätetyp nochj einen Sack rum liegen, der weg musste. Ich habe die Sache mehrfach geprüft - es macht so, wie sie es gemacht haben, einfach keinen Sinn.

Die 2x2 Exponate hatten auch derartige Bauteilstreuungen von über 100%, dass sie ersetzt werden mussten. Das putzige ist, dass sie für den rechten Kanal nach der Diodenentkopplung an gleicher Stelle keine mehr übrig hatten. Es sind nebenbei die guten Elna Elkos aus den 80ern im Gerät verbaut. Die, die ordentlich dimensioniert sind, leben auch noch zu 100%, an manchen Stellen mussten einige aber gegen neuzeitlichere Varianten weichen.

Manche Schaltungen sind und bleiben mir ein Rätsel ...

Grüße,

Ulf
 
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