Grundig 5067 NF Problem

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Oppa-Klaus

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Hersteller: Grundig

Typenbezeichnung: 5067

kurze Fehlerbeschreibung (2-3 Worte): NF Problem

Meine Messgeräte::
Analog/Digital Voltmeter

Schaltbild vorhanden?:
Ja, in Papierform


Hallo zusammen

Habe vor einem Jahr an dem oben genannten Gerät alle Teer-Kondens. gewechselt , neue Siebelko u. Si-Gleichrichter ein-
gebaut(mit entspr. Beschaltung). Spannung u. Strom waren optimal ebenso der Klang und Empfang.
Nun nach einem Jahr Pause ist nur noch brummen zu hören unabhängig von der Einstellung der Lautstärke.
Spannung und Strom völlig daneben.
Zum Beispiel :gesamter Strom 30mA zu hoch ; Spannung G 1 ca. - 3 V (EL 95) habe noch mal die Koppelkondens.
gewechselt, Widerst.und Elko an Kathode erneuert , kein Erfolg.
Wenn ich vom NF-Teil die ECC 83 ; und EABC 80 ziehe werden die Werte etwas besser aber immer noch zu hoch.
Hauptsächlich beim einsetzen der ECC erhöht sich alles wieder.

Vielleicht weiß jemand Rat
Vielen Dank

Klaus
 
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puntomane

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hallo klaus,
hast du die EL95 einzeln probiert?, sind die beiden c,s (1nF) am rosa kabel des AÜ i.O.
kommt nur brummen oder auch musik aus dem lautsprechern?
sind die betriebsspannungen frei von ws. anteilen.
mfg
harry
 
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Bertl100

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Hallo zusammen,

ja, abkontaktierte Siebelkos kommen schon mal vor!

Gruß
Bernhard
 
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Oppa-Klaus

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Also :

Bei einer EL : max. 1 V an Kathode / G 1 minus 3 V / brummen vorhanden / 1nF Kondens. sind ebenfalls gewechselt
werde Sie trotzdem noch mal austauschen /
Ob TA oder FM/AM brummen war vorhanden, habe vom Lautstärke-Poti die Zuleitung zum NF Verstärker
ab gelötet um nur die NF Stufe prüfen zu können.
Oder ich muss doch noch die zwei Siebelkos wechseln
 
B

Bertl100

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Hallo,

das sind aber seltsame Werte!
An den g1 der beiden EL95, sollten ca. 0V anliegen, zumindest falls C75 und C76 getauscht wurden.
Und am gemeinsamen Kathoden Elko ca. 8,4V.
Stimmen denn die Betriebsspannungen an den Netzteil Elkos?

Gruß
Bernhard
 
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Oppa-Klaus

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Hallo Bernhard

Das stimmt, die Werte sind abnorm. C 75 u. C 76 habe ich zum zweiten mal gewechselt ebenso Gleichrichter und Siebelkos.
An dem Siebelko wo 274 V liegen sollen sind es 238 V und es fließt ein Strom von 111 mA , am G 1 - 5 V ,an der Kathode
wenige mV. Ziehe ich die ECC 83 normalisiert sich alles etwas und es werden 274 V ,am G 1 der EL 95 1 etwa 50 mV
und am G 1 der EL 95 2 etwa 100 mV. An der Kathode ca. 9,8 V und der gesamt Strom 58 mA.
Habe auch andere ECC 83 eingesetzt da ändert sich nichts, vielleicht liegt es am Ausgangsübertrager ?
Mich wundert nur das es vor einem Jahr problemlos funktioniert hat.von da an stand es unbenutzt auf einem Boden, im Winter
mit Frost und im Sommer sehr warm, ob das etwas damit zu tun hat ? !

Gruß Klaus
 
röhrenradiofreak

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Ich würde mir mit dem Oszilloskop die Spannung an den Steuergittern der EL 95 ansehen. Ich vermute, hier liegt eine große Brummspannung an. Durch den Stromfluss, der ab einer gewissen positiven Spannung vom Gitter zur Kathode stattfindet, gibt es eine Gleichrichterwirkung, die das mittlere Gleichspannungspotential in negative Richtung abdriften lässt. Deshalb misst Du dort die negative Spannung.

Woher kann dieses Brummen nun kommen? Zum Beispiel von einem Schluss (Heizfaden gegen eine Elektrode) in der ECC 83 oder, wenn davor noch eine weitere Röhre im NF-Teil arbeitet, in dieser. Oder von einer völlig unzureichend gesiebten Betriebsspannung für die NF-Vorstufe (in manchen Radios gibt es dafür einen extra Siebelko).

Lutz
 
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puntomane

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hallo,
@ lutz: Oder von einer völlig unzureichend gesiebten Betriebsspannung für die NF-Vorstufe (in manchen Radios gibt es dafür einen extra Siebelko).

ja den gibt es, mit C68, 4µF

mfg
harry
 
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Oppa-Klaus

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Hallo Lutz und Harry

Danke für die Hilfe

Ein Oszi. habe ich nicht, aber den C 68 habe ich gewechselt leider ohne Erfolg. Mit einem Frequenzmessgerät konnte
ich an G 1(EL 95) ca. 50 Hz messen, natürlich weiss ich nicht ob dies ein aussagefähigen Wert hat. Was mich auch noch
interessieren würde warum ein Draht von der Mitte der Heizdrahtwicklung der ECC 83 zur den Kathoden der EL 95 führt
Habe ich noch bei keinem anderen Radio so etwas gesehen.
Na jedenfalls suche ich weiter, mal verstärkt im Bereich der ECC 83

Dann erst mal ein schönes Wochenende
Gruß Klaus
 
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Bertl100

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Hallo Klaus,

die mittenangezapfe Heizwicklung extra für die ECC83 sind nicht soo selten.
Das macht man, damit die eingestreute Brummspannun in der ECC83 geringer ist.
Wenn man die Mitte erdet ist an beiden Enden der Heizwicklung jetzt nur die halbe Wechselspannung gegen Masse.
Ferner kompensieren sich beide Teilspannung zum Teil, weil sie gegenphasig sind.
Warum jetzt die Mitte genau an der Kathode der Endröhren hängt, hat bestimmt auch brummtechnische Gründe.
Vermutlich hat man so das geringste Brummen gemessen.

Wir reden hier aber nur über Brummstörungen - also das Radio würde man banaler Heizung an der ECC83 auch laufen, nur halt etwas mehr brummen. Deine Brummstörungen verstehe ich aber als extrem.

Gruß
Bernhard
 
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Oppa-Klaus

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Hallo Bernhard

Danke für die Information ,ja das Brummen und Werte sind schon extrem dachte nicht das so ein
kleiner NF -Verstärker derart viel Probleme bereiten kann

Gruß Klaus
 
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puntomane

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hallo klaus,
hast du die eabc80 und die ecc83 wie von lutz empfohlen, schon gewechselt (wegen evtl. elektrodeschluß)
mfg
harry
 
röhrenradiofreak

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Die Heizfäden der ECC 83 haben keine Mittelanzapfung, die dazu dient, Brummen zu reduzieren, sondern die Heizfäden der beiden Triodensysteme sind in Reihe geschaltet. Der gemeinsame Mittelpunkt liegt an Stift 9, die Enden der beiden Heizfäden an den Stiften 4 und 5. So kann man die Röhre wahlweise mit 6 V oder 12 V heizen. Bei 6 V werden die Stifte 4 und 5 verbunden, die Heizfäden also parallel geschaltet. Bei 12 V wird die Heizspannung zwischen den Stiften 4 und 5 angelegt, der Stift 9 bleibt frei.

Bist Du sicher, dass einer der Stifte 4, 5 oder 9 mit den Kathoden der EL 95 verbunden ist? Das macht meiner Meinung nach keinen Sinn. Es sei denn, es handelt sich um eine etwas unübersichtlich geführte Masseleitung.

Lutz
 
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Bertl100

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Hallo Lutz,

das mit der Masseverbindung der Heizwicklung an die Kathoden der beiden EL95 ist so aus dem Schaltplan ersichtlich.
Hab mich aber auch gewundert!

Gruß
Bernhard
 
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Oppa-Klaus

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Hallo an Alle

Radio funktioniert wieder ! ! aber der Reihe nach

Die EEC 83 hat eine eigene Heizwicklung deren Mittenanzapfung an die Kathoden der EL 95 führt
Die Drähte der Heizwicklung für die ECC 83 sind direkt zur Röhre Geführt (nicht wie bei den anderen Röhren
ein Draht Masse ein Draht Röhre). Die Drähte für die ECC 83 sind auf dem Chassis verlegt und dann neben der Röhre
durch Bohrungen desselben an den Röhrensockel gelötet. Von einem der Drähte war die Isolation etwas zurückgerutscht
und somit war Kontakt zwischen Heizung und Masse an der Chassis Durchführung vorhanden, was die abnormen Werte
verursachte. Deswegen haben sich die Werte so rasant verändert wenn die ECC 83 drinnen war oder nicht.
Noch mal Danke für Anteilnahme und Hilfe

Gruß Klaus
 
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Bertl100

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Hallo Klaus,

na dann Gratulation!

Der Kathodenelko der beiden EL95 dürfte aber einiges mitgemacht haben :-)
Ist der jetzt noch ok?

Gruß
Bernhard
 
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