CRT Head TA-772 regelmäßiges klicken,schwarzer Bildschirm

Diskutiere CRT Head TA-772 regelmäßiges klicken,schwarzer Bildschirm im Forum Reparatur Monitor und TFT im Bereich Reparaturtips braune Ware - Hersteller: Head Typenbezeichnung: TA-772 kurze Fehlerbeschreibung (2-3 Worte): regelmäßiges klicken,schwarzer Bildschirm Meine Messgeräte...
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St_W

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Hersteller: Head
Typenbezeichnung: TA-772
kurze Fehlerbeschreibung (2-3 Worte): regelmäßiges klicken,schwarzer Bildschirm
Meine Messgeräte::
Analog/Digital Voltmeter
Schaltbild vorhanden?:
Nein
Typ:Röhrenmonitor (CRT-Monitor)



Hallo

Fehlerbeschreibung

Mein CRT-Monitor hat vor einiger Zeit plötzlich den Geist aufgegeben und äußert sich jetzt nur noch durch ein leises, regemäßiges klicken. Weder die LED leuchtet noch gibt der Monitor andere Lebenszeichen von sich. Der Bildschirm bleibt schwarz. Das ganze passierte, als die Bildfrequenz und Auflösung am PC umgestellt wurde, was aber wahrscheinlich nicht ausschlaggebend ist, oder?

Ein paar technische Daten:

Monitor:
Marke: HEAD (was aber kein Bildschirmhersteller ist. Möglicherweise laut Google: "Proview Electronics (Taiwan)")
Produkt Nr: TA-772
Modell: 772M
E134827
FCC ID:IJE772
FZKJ1A0204387
Herstellungsdatum: Oktober 2001

Bildröhre:
Hersteller: Samsung
M41KVK36X09
(A / HE / BARE)
1111047973

720-929-SY719
E210439
TYPE9029SS
0143 1 2

DST:
SAMPO 0130
E159656 C
FEA780 B
730-320-768I D
FE1771AT FM1057

Weitere Details:

Meine Internetrecherchen haben ergeben, dass das klicken vom Netzteil kommt und ein meist funktionierendes, aber (durch einen Kurzschluss) überlastetes Netzteil bedeutet - was mir aber nicht viel weiterhilft, da ich mich mit der Thematik nicht sonderlich gut auskenne. Weiters wird empfohlen den Zeilentransistor zu überprüfen, den ich jedoch nicht klar auf der Platine identifizieren konnte.

HOT = Horizontal Output Transistor ( = Zeilentransistor ??)

Als Messgerät habe ich nur ein Digitales Multimeter zur Verfügung und bitte um genaue Schilderung, wie ich entsprechende Bauteile prüfen kann (ausgenommen einfache, wie z.B. Dioden).

Ein weiteres Problem ist, dass ich die Platine nicht vom Monitor abmontieren konnte, da diese mit der Bildröhre massiv verkabelt ist und nur die wenigsten Kabeln mit Steckverbindungen ausgestattet sind. Kann man die Platine am hinteren Ende der Bildröhre abnehmen, ohne etwas zu beschädigen? Falls ja, wie?

Bilder der Platine und des Monitors werde ich so bald wie möglich hochladen - derzeit habe ich leider gerade keine Digitalkamera zur Verfügung.

Wo beginne ich nun mit der Fehlersuche? Wie kann ich die Bauteile auf Fehler überprüfen? Wie kann ich den DST überprüfen (wenn dieser kaputt ist, lohnt es sich wahrscheinlich nicht mehr den Bildschirm zu reparieren, oder?)?
Ich bitte um ausführliche Erklärung der Vorgangsweise, damit ich es auch verstehe. Ich habe zwar schon vieles im Internet über die Thematik gelesen, kenne mich aber trotzdem nicht sonderlich gut mit diesem Bereich aus.

Der aktuelle Stand:

In einem anderen Forum wurde mir in einer kurzen Antwort empfohlen den HOT, Elektrolytkondensatoren bzw. kalte Lötstellen zu überprüfen. Dazu habe ich jedoch einige Fragen. Gibt es sonstige Tips von euch?

Wie finde ich den HOT? Ich habe ein konkretes in Verdacht, welches mit "C5449" bezeichnet ist und sich auf einem Kühlblech nahe des DST befindet. Laut Datenblatt nennt sich das Teil "Silicon NPN Triple Diffused Character Display Horizontal Deflection Output", was ähnlich wie HOT klingt, aber nicht unbedingt dasselbe sein muss. Ist das dieses Teil? Wie prüfe ich das Teil? Muss ich das Teil zum prüfen Auslöten?

Im eingebauten Zustand hab ich mittels Diodenprüfung einfach einmal C-E und dann noch die restlichen Anschlusskombinationen geprüft und bin auf das seltsame Ergebnis gekommen, dass alle Anschlüsse des Transistors auf alle anderen in beide Stromrichtungen mit nahezu 0 Widerstand leiten. Das ist irgendwie schon ziemlich verdächtig, oder? Ich denke zur endgültigen Bestimmung, ob das ding kaputt ist, muss ich es aber auslöten, oder?
Habe ich die Messungen richtig durchgeführt (also Diodenprüfung, C-E darf nicht leiten)?

Wenn ich nun festgestellt habe, dass dieses Teil kaputt ist - deutet das auf einen Folgefehler durch andere kaputte Komponenten hin, oder ist normalerweise nur dieses eine Teil beschädigt?

Wie kann ich mit meinem Multimeter kaputte Elektrolytkondensatoren feststellen?
Gibt es welche, die eher in Frage kommen als andere (da sind nämlich ziemlich viele auf dem Board)?
Muss ich diese zum Prüfen auslöten bzw. wie prüfe ich sie?

Wie kann ich kalte Lötstellen erkennen bzw. reparieren?

___________________________________________________________________

Zusammenfassung
Symptom: Leises klicken zu hören, aber kein Bild
Angeblich mögliche Fehlerursachen: HOT, Elektrolytkondensatoren, kalte Lötstellen, ...
Messgerät: Digitales Multimeter
Erfahrung: Einsteiger
Schaltplan: Nein
Wie finde ich den HOT?, wie prüfe ich ihn?, muss ich es auslöten?
Wie finde ich defekte Elektrolytkondensatoren?, wie prüfe ich diese? muss ich diese auslöten?
Wie finde ich kalte Lötstellen?, wie kann ich sie reparieren?

Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten.

MfG,
St_W
 
duts

duts

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Deine Ausführungen lassen zwar erkennen, dass Deine Kenntnisse vermutlich nicht ausreichen, den Defekt selbst zu beheben. Aber da Du Dir richtig Mühe gegeben hast werde ich versuchen, einige Deiner Fragen zu beantworten.

Das ganze passierte, als die Bildfrequenz und Auflösung am PC umgestellt wurde, was aber wahrscheinlich nicht ausschlaggebend ist, oder?
Ich würde sagen Zufall. Es sei denn, Du hast versucht, den Monitor ausserhalb seiner Spezifikationen zu betreiben.

HOT = Horizontal Output Transistor ( = Zeilentransistor ??)
Richtig.

Kann man die Platine am hinteren Ende der Bildröhre abnehmen, ohne etwas zu beschädigen? Falls ja, wie?
Abziehen.

Wo beginne ich nun mit der Fehlersuche?
Ich würde NT und Zeilenendstufe prüfen.

[Wie finde ich den HOT? Ich habe ein konkretes in Verdacht, welches mit "C5449" bezeichnet ist und sich auf einem Kühlblech nahe des DST befindet. Laut Datenblatt nennt sich das Teil "Silicon NPN Triple Diffused Character Display Horizontal Deflection Output", was ähnlich wie HOT klingt, aber nicht unbedingt dasselbe sein muss. Ist das dieses Teil? Wie prüfe ich das Teil? Muss ich das Teil zum prüfen Auslöten?
Ich habe jetzt zwar keinen Schaltplan zu diesem Gerät aber vom Datenblatt her wird das wohl der HOT sein. Auslöten und mit Diodentest messen.

Wie kann ich mit meinem Multimeter kaputte Elektrolytkondensatoren feststellen?
Gar nicht, es sei denn, sie hätten kompletten Schluss.

Wie kann ich kalte Lötstellen erkennen bzw. reparieren?
Dafür gibt es keine Standardantwort. KaLös können verschieden in Erscheinung treten. Abhilfe schafft Nachlöten.

Sollte das alles in weiten Teilen unverständlich sein, dann lass besser einen Fachmann ran.

Und bitte immer bedenken: Auch nach dem Trennen vom Netz können im Gerät noch lebensgefährlich hohe Spannungen anliegen! Also Vorsicht!!!
 
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St_W

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Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Mir ist klar, dass ich in Sachen Elektrotechnik nur sehr geringe Ahnung habe, aber ich gehe das ganze nach dem Motto "Learning by doing" an, um eben etwas dazuzulernen. Natürlich, da gäbe es etwas passenderes als einen CRT-Bildschirm, aber der ist nun gerade zu reparieren.

Dass ein CRT-Bildschirm durch die Hochspannung von einigen kV durchaus gefährlich sein kann, ist mir durchaus klar. Derzeit ist der Bildschirm aber schon über ein Jahr ohne Strom und da bin ich ziemlich sicher, dass ich schon alle Elkos & Co. entladen haben (wobei das Gerät normalerweise schon nach ein paar Minuten hochspannungsfrei sein sollte, hab ich irgendwo einmal gelesen).

Es ist übrigens nicht so, dass ich überhaupt keine Ahnung von Elektrotechnik hätte. Nur bin ich bei meinen Fragen lieber auf Nummer sicher gegangen (damit ich dann keinen gravierenden Fehler mache) und habe sicherheitshalber noch einmal nachgefragt, obwohl ich mir schon ziemlich sicher war, wie etwas funktioniert (z.B. bzgl. kalte Lötstellen). Und wenn ich einmal gänzlich Ahnungslos bin und auch das Forum mich nicht wirklich überzeugt, gibt es noch ein paar Freunde und Bekannte, die Elektriker sind (jedoch nichts mit Monitoren und Fernseher zu tun haben).


Noch einmal eine Frage:
Wenn man den Monitor wieder kurz ans Netz anschließt, um diesen zu testen ist dieser ja logischerweise wieder mit Spannung geladen. Wie kann ich ihn gezielt entladen, damit sicher keine gefährliche Spannung mehr anliegt?
Durch welche elektronischen Bauteile bleibt die Spannung noch einige Zeit erhalten? (Gibt es da außer Elkos sonst noch was?) Kann ich zum Entladen z.B. den extra-großen Elko mit einem Widerstand kurzschließen, oder hat das keine Wirkung bzw. darf man das nicht tun?

MfG,
St_W
 
duts

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Klingt schonmal gut, dass Du die Elkos vor weiteren Arbeiten sicherheitshalber entladen willst. :)
Leider kann ich Dir jetzt keinen Tipp geben, wo genau Du ansetzen mußt. Denn da Dein Monitor ja Defekte aufweist, kann es durchaus sein, dass Elkos in dem Gerät zwar geladen aber durch den Ausfall anderer BE's nicht wie im Normalfall wieder entladen werden. Du solltest Dich auf Elkos mit einer Spannungsfestigkeit gleich/größer 50V konzentrieren. Sowas findest Du im NT sowie in den Ablenkschaltungen. Kannst ja mit Deinem Voltmeter messen ob noch Spannung anliegt. Wenn ja - entladen. Wie das geht wurde im Forum schon beschrieben.

Soweit mir bekannt ist, kann auch die Röhre noch Ladung speichern. Also Finger weg vom Hochspannungsanschluss! Wie man sowas entlädt meine ich hier im Forum auch schon gelesen zu haben.

Eins muss ich aber trotzdem nochmal loswerden: Du führst alle Arbeiten natürlich auf eigenes Risiko durch!
 
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Lothar

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Schau doch einmal, ob in deiner Nähe ein Sozialkaufhaus ist.
Im Ruhrgebiet bieten diese Kaufhäuser gebrauchte 19 Zoll und 17 Zoll Röhrenmonitore für 3 Euro an.
Da lohnt sich die Reparatur doch gar nicht.

Übrigens darf in diesen Kaufhäusern jeder unabhängig vom sozialen Stand oder Einkommen einkaufen.

zum Beispiel KDW:

Kaufhaus der Werkstatt Brassert
Lassallestr. 13
45770 Marl
NRW, Deutschland

Die hatten gestern wenigstens noch 12 Stück im Angebot.
 
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St_W

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@Lothar: Mir geht es nicht darum, dass ich einen Bildschirm benötige, denn da hätte ich mir keine Röhrenbildschirm mehr zugelegt, sondern einen TFT. Mir geht es erstens darum, dass ich den Bildschirm entweder repariere oder entsorge (denn sonst steht er noch weitere Jahre im Keller herum), und zweitens, dass ich dabei etwas lerne.
Bzgl. Sozialkaufhaus: Deutschland ist nicht so weit weg, NRW aber schon (komme aus Österreich) (Wobei ich mir vorstellen kann, dass es sowas ähnliches auch in der Umgebung geben wird.

@duts: Wie gesagt ist der Monitor seit mehr als einem Jahr spannungsfrei - ich bin ja nicht lebensmüde :)
Meine Frage bezog sich nur auf eine eventuelles Anschließen ans Netz, das nach einer (versuchten) Reparatur ja nötig ist.

Das ich alles auf eigene Gefahr durchführe ist mir natürlich klar ( :angel: :-D )
 
L

Lothar

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Das ganze passierte, als die Bildfrequenz und Auflösung am PC umgestellt wurde, was aber wahrscheinlich nicht ausschlaggebend ist, oder?

Eben doch! Suche mal unter Zeilenfrequenz. Jeder Monitor hat bauartbedingt eine maximale Zeilenfrequenz. Wenn der Monitor keine interne Schutzschaltung hat, raucht er langsam ab.
 
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St_W

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Na dass ist interressant! Ich habe kurz nach dem der Bildschirm kaputt ging bei einem Computerfachgeschäft nachgefragt, ob sich eine Reparatur lohnen würde und ihnen eben auch den Hergang geschildert, und da haben die gesagt, dass eine Änderung der Auflösung & Bildwiederholfrequenz normalerweise den Monitor normalerweise nicht schrotten sollte. Das ist jetzt aber schon über ein Jahr her.

Wenn der Monitor keine interne Schutzschaltung hat, raucht er langsam ab.
Beim Baujahr 2001 würde man annehmen, dass dieser abgesichert ist, aber man weiß ja nicht bei solchen Billigprodukten aus dem fernen Osten.

Die einzige Aussage, die bei mir nicht zutraf ist die zeitliche: Der Monitor war unmittelbar nach dem Umstellen finster, sprich alles andere als "langsam". Ich weiß aber nicht wie weit die Einstellung über der zulässigen Einstellung war. Möglicherweise auch über 100% darüber (d.h. z.B statt 60 Hz 120 Hz).

Überlebt in solch einem Fall der Zeilentrafo, oder kann ich den Monitor in diesem Fall am Besten entsorgen?
Welche Bauteile (Bauteilgruppe, Funktionsgruppe) wird durch dieses Versagen höchstwahrscheinlich besonders betroffen sein (höchstwahrscheinlich kaputt sein)?
 
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Lothar

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Kann man nicht vorhersagen.
Zu hoch angesteuerte Monitore haben ein verzerrtes Bild und fangen an zu pfeifen.
Kann eine Sicherung sein, ein beliebiger Halbleiter oder Widerstand.
Wenn Du etwas lernen willst, dann mach dich erst mal mit der Messung von Bauteilen vertraut.
Dank Internet bekommt man alle nötigen Informationen frei Haus geliefert.

Ich zitiere jetzt mal aus dem Handbuch einer SPEA V7 Grafikkarte von 1994:
,,
Achtung:
Um Schäden zu vermeiden überprüfen Sie bitte vorher, welche Bildwiederholfrequenzen bei den jeweiligen Auflösungen für Ihren Monitor möglich sind. Die von Ihnen ausgewählte Bildwiederholfrequenz darf nicht höher sein, als die für Ihren Monitor zugelassene!

Hinweis:
Falls Sie sich über die Fähigkeiten Ihres Monitors nicht sicher sind, lassen Sie alle Werte bei den Standardeinstellungen. Eine zu hohe Bildwiederholfrequenz kann Ihren Monitor ernsthaft beschädigen."

Ähnliches steht auch zart umschrieben in der Windows Systemsteuerung bei den Anzeigeeinstellungen.
 
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