Anleitung: Laustärkepotis richtig reinigen

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benedikt2

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Hersteller:
Typenbezeichnung:
Chassi:

Vorhandene Messgeräte: Keine
Schaltplan vorhanden: Nein
Dein Wissensstand: Einsteiger

Fehlerbeschreibung und Nachricht:
Kratz-Poti’s instand setzen

Problematik:

-Kratzen, ächzen und knallen beim langsamen drehen des Lautstärkepotis, Balanceregler, Klangregler oder der Quellenumschaltung bei einem Verstärker.

Feststellung des Fehlers:
-Man schalte den Verstärker aus und drehe langsam!!! Ein paar mal das Poti zu seinen beiden Anschlägen.
Hierbei muss man sehr feinfühlig vorgehen; Sollte bei einer bestimmten Stellung das Poti sehr schwergängig werden, bitte nicht weiterdrehen, sondern sofort sehr langsam zurückdrehen.
Es kann sein, dass der Schleifer die Kohlebahnen ‚abträgt’ => unwiderrufliche Zerstörung
(exotische Werte, Bauformen, oder gar gelagerte Potis sind heute fast unmöglich zu bekommen, also hier bitte die dementsprechende Vorsicht walten lassen!)

Funktionierte das langsame drehen, kann man den Verstärker wieder einschalten und akustisch überprüfen, ob sich Besserung eingestellt hat.

Falls ja, kann mit der Reinigung begonnen werden
Falls nein, kann man das Poti trotzdem reinigen, allerdings stehen die Chancen schlechter
=> besser nach einem neuen umschauen!

VOR ÖFFNEN DES GERÄTES NETZSTECKER ZIEHEN

Ausbau des Potis:

Zuerst vergewissert man sich nochmals, ob auch wirklich der Netzstecker gezogen ist!

Jetzt stellt man erstmal fest, wie der Lautstärkereglerknopf am Poti befestigt ist:
-gesteckt
-geschraubt
-geklebt

bei gesteckten Knöpfen ist das sehr einfach: Gerät festhalten und Knopf langsam und gleichmäßig abziehen

bei geschraubten Knöpfen wird das ganze schon schwieriger:
Zuerst muss die Schraube gefunden werden; meist ist es eine kleine Madenschraube, die entweder seitlich am Knopf oder direkt an der Achse verschraubt ist

Bei geklebten Knöpfen kommen wir beinahe an den Rand des Unmöglichen:
-Aber nur beinahe: Man nehme sich den nächst greifbaren Fön und erwärme vorsichtig!!!! die nicht sichtbare Seite und die Achse des Knopfes.
Meist lässt sich so, nach einigen Minuten, der Knopf abziehen!

Ist erstmal der Knopf ab, hat man das Poti schon halb ausgebaut!
Jetzt löst man die obligatorische Zentriermutter, mit der das Poti in der Gehäusefront gehalten wird….
Jetzt kann man meist die Steckverbinder am Poti abziehen, oder diese, wenn gelötet, ablöten!
(Bitte Position markieren oder merken!!!)

Nun hat man den kleinen „Kratzgeist“ in der Hand!

Aber was machen?

Als erstes schaut man sich nach „Sprühlöchern“ um. Damit sind kleine Öffnungen, bzw. schlitze im Gehäuse des Potis gemeint!
Ist das Poti geschlossen, kann man es versuchen zu öffnen; empfehlen würde ich es aber niemand(außer er ist von Berufswegen Chirurg)

Nun kommen die benötigten Chemiekeulen zum Einsatz:

-Kontaktspray z.B.(Kontakt 60)
-Schmierspray z.B.(LS-Lubricant)
-Reiniger Spiritus / Isopropanol
-kriechöl z.B. (WD40)
-Schmierfett z.B. Molykote

Jetzt müssen wir feststellen, ob wir ein gelagertes Poti vor uns haben. Das erkennt man daran, dass es direkt an der Achse ein gefettetes Lager besitzt.
Da aber das gelagerte Poti nicht allzu geläufig ist, kann man in den meisten fällen davon ausgehen, dass man ein „normales“ Poti vor sich hat.

-gelagertes Poti:
Lager mit Kriechöl behandeln und altes fett erwärmen und entfernen
Gründlichst!! Reinigen! (Spiritusbad)
Danach Prozedur wie beim ungelagerten Poti durchführen, aber anschließend die Lager neu fetten!

-ungelagertes Poti:
- In die Sprühlöcher nicht zu sparsam Kontaktspray sprühen, aber das Poti nicht darin „baden“
Durch langsames Drehen bis zu den Anschlägen das Kontaktspray gut darin verteilen und ein paar Minuten einwirken lassen!
Jetzt wieder etwas Kontaktspray einsprühen und erneut drehen….
Nach einer erneuten kurzen Wartezeit, MUSS das Poti sehr sehr gründlich gereinigt werden! (Ohne Reinigung könnten die Schleiferbahnen schaden nehmen)
Sprich : Spiritusbad!

Nach der Reinigung muss das Poti längere Zeit abtrocknen. Mit einem Fön und gering dosierter Heißluft kann man die Trocknungsphase deutlich verkürzen.

Erst wenn man sich wirklich sicher ist, dass das Poti „trocken“ ist, kann man es wieder durch die Spühlöcher mit Schmierspray behandeln.
Ein paar Drehungen des Potis verteilen das Schmierspray gut auf den Schleiferbahnen und schützen sie.
Hier gilt auch wieder der Lehrsatz:“ Weniger ist mehr“
Also bitte keine „Badungen“ durchführen.

Jetzt kann das Poti wieder eingebaut werden und es hält fürs nächste Jahrzehnt!

Poti-typen:

Standard(0815)-Lautstärkepoti in Stereoausführung: (Gut zu erkennen sind die Sprühlöcher)
]
Geöffnetes Poti (Innenansicht)
[img]]
Poti in Schiebeausführung:
[img]]
Mehrgang Getriebepoti:
[img]]
Kugelgelagertes Poti (Industrieausführung)
[img]]
 
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Bertl100

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Hallo Bendikt!
ein schöner beitrag! gefällt mir!

noch eine frage: viele potis in verstärkern (speziell ls-potis) haben an einer speziellen stelle (meist vorn gleich wo die achse reingeht) ein spezialfett drin, das das drehen so "wertig" erscheinen läßt, sondern halt bedämpft.
weißt du zufällig, was ist denn das für zeug ist? nach dem reinigen von potis ist ja dieser dämpfungseffekt häufig weg.

Gruß
Bernhard
 
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benedikt2

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Hallo Bertl,
ja stimmt das hatte ich garnicht bedacht.

Dieses Fett ist mir auch schon oft aufgefallen, es hat die ungefähre Konsistenz von sehr zähflüssigem Honig.

Meines Wissens nach müsste es eine Art Wälzlagerfett sein und sollte sicher im Sortiment von Molykote zu finden sein. (Die haben für jeden Zweck ein, oder mehrere Fette ;) )

Bei einer ehemaligen Reparatur habe ich ein schonmal gereinigtes Poti gefunden. Um die Achse und auch im Potikörper war sehr stark haftendes Wählerfett (Vaseline) verteilt. Der Friktionseffekt war zwar nicht hervorragend , aber spürbar.

Sollte ich erfahren, wie sich dieses Fett von Molykote nennt, gebe ich das natürlich gerne Preis.

EDIT:
Es sollte auch ein "Optikfett" gehen. Das ist weniger zum schmieren, sondern eher zum haften geeignet, allerdings scheint niemand zu wissen, wo es sowas zu bekommen gibt ;(

Ansonsten sollte ein nicht elektrisch leitendes Haftfett funktionieren, besser wird es wohl sein, mal bei Molykote anzufragen!
 
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benedikt2

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So, von Molykote ist eine Antwort gekommen!

Da der Servicemitarbeiter 'vor einem nicht alltäglichen' Problem stand,
mir aber trotzdem super weiterhalf, empfahl er folgendes:

Ein dickflüssiges Silikonöl ( Fluid 200) (in gewünschter Viskosität)

Ich allerdings würde ein stark haftendes Silikonfett nehmen.
...mal sehen was es da alles gibt.....
 
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Gast_1

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KurzschlußThomas

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Hallo Leute,

sehr guter Beitrag und bis auf einen Hinweiß absolut richtig!

Der Hinweiß des Molykote Mitarbeiters ist richtig.
Alles andere bringt nichts, wenn man eine dämpfung auf Dauer erzielen möchte.

Silikonspray haftet nicht dauerhaft im gegensatz zu Silokonöl, daß zudem in verschiedenen Vi9skositäten geliefert werden kann und auch mischbar ist.

Übrigens handhabe ich es so, daß ich Kontakt 60 sehr sparsam, dafür lieber öfter anwende und erst, wenn ich mit dem Ergebniss zufrieden bin Reiniger einsetze.

Das geht auch bei ausgebautem Poti ganz gut.
Man muß nur ein Ohmmeter oder einen niederohmigen Durchgangsprüfer an das Poti per Krokoklemmen hängen und nach jedem einsprühen und den Drehorgien auf das Messgerät und dessen Zeiger/Digitalanzeige achten und die Sprünge der jeweiligen Anzeige beachten.

Springt nichts mehr, ist man in der Regel auf der sauberen Seite.
Beim Durchgangsprüfer ändert sich der Ton, bzw. bei denen mit Diode die Helligkeit und so kann man entweder auch sehen, ob noch "Sprünge" zu hören sind, oder eben die helligkeit der Diode ändert sich erkennbar so, daß keine helligkeits Sprünge zu erkennen sind.

Das heißt, die Anzeige am Analogohmmeter/Multimeter wandert gleichmäßig beim drehen des Potis von links nach rechts oder ja nach ausführung des Potis in umgekehrte Richtung.
Beim digitalen Messgerät muß man aufpassen, hier hüpfen schnell die Zahlen, weshalb ich persöhnlich für messungen an Bausteinen von Audiogeräten das analoge messzeug bevorzuge.
Da denkt man schnell, es ist noch eine schmutzige Stelle im Poti, obwohl da nichts mehr ist.

Beim Durchgangsprüfer ist einfach auf gleichmäßiges auf- bzw. abschwellen des Summers, bzw. der Diode zu achten.

Gruß Thomas
 
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goggo2

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Seit 35 Jahren benutze ich für die Reinigung von Potis das Spray
Losol T35 der Firma Induchem.
Eigentlich ein Sprühöl,aber aus Erfahrung das beste,was ich seit
meiner Lehrzeit kenne.
2-3 Jahre hielt die Reinigung der Potis in der Regel.
Beim Sprühen mit K60 sollte man nach dem Abtrocknen immer mit K61
nachbehandeln,sonst hat man nicht sehr lange"Ruhe im Poti"
DHassinger
 
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Champ

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Potis reinigen und mit Vaseline versiegeln

:wink:
Ich verwende zum Schluss einen Sprühstoß Vaseline.
Die schmiert sehr schön, ist leicht zäh, härtet nicht aus und schützt vor Oxidation.
Nach dem reinigen mit Kontakt- und Reinigungsspray blase ich mit Preßluft nach.
Ansonsten arbeite ich nach dem gleichen Schema
 
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Guestuser

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Poti reinigen

sehr interessante Beiträge!
Weil ich einen Lüfter mitlaufen habe unter dem Audio-Hauptverstärker setzt sich doch der Poti sehr schnell mit Schmutz zu. Ich bin schon kurz vorm Verzweifeln. Vielleicht muss ich ihn ja nicht ausbauen, wenn ich 2malig mit Kontaktspray rangehe? Ich versuchs - Danke-!
 
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tobo

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Als Laie habe ich oft Brennspiritus zu Gangbarmachen des Lagers genommen.
Gruss
tobo
 
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Rocco11

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Dieses erwähnte Silikonöl habe ich mal vor Jahren, wenn nicht schon Jahrzehnten (so 2-3 :wink: ) bezogen. Weiß aber nicht mehr woher, und wüßte momentan auch nicht, wo ich es heute herbekommen könnte.
Es war gedacht, um den Tonarmlift von Plattenspielern neu zu befüllen, falls das darin enthaltene Silikonöl entweder ausgelaufen oder verhärtet war. Es befand sich in einem kleinen, transparenten Kunststofffläschchen. Stellte man dieses auf den Kopf, so konnte man die enthaltene Luftblase sich gaaanz, gaaanz langsam nach oben bewegen sehen. Soviel zur Viskosität.

Noch was zur Potireinigung: Das Verfahren mit der chemischen Keule mag bei den vermutzten Kohleschichtbahnen möglicherweise funktionieren, - hinsichtlich des Pendants innerhalb des Potis, - nämlich dem metallenen, versilberten Schleifring aber, habe ich da meine Bedenken. Das Silber wandelt sich im Laufe der Zeit mittels des in der Luft enthaltenen Schwefelwasserstoffs zu Silbersulfat um. Das ist dann diese schwarze, nichtleitende Schicht. Zwar steht auf den Spraydosen drauf "löst Oxyde, Sulfate, usw.", aber in der Praxis sieht es etwas anders aus. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß hier nichts anderes hilft als die mechanische Reinigung mittels eines Schreibmaschinenradierstiftes oder eines Glasfaserstiftes.

Klar, daß dies nicht von außen geht. Dazu muß man ans Innere ran. Und das ist oft schwierig oder unmöglich.
Meist ist das Poti "geklammert" oder vernietet. Bei der Klammerung kann man es öffnen. Und dann nach der Reinigung hoffen, daß die Klammern das Zubiegen überstehen und daß die ursprüngliche Festigkeit wiederhergestellt werden kann.

Bei den Genieteten habe ich bislang von einer Öffnung Abstand genommen. Man könnte die Nieten ausbohren, - aber was dann? Vieleicht weiß jemand was darüber, wie man eine Neu-Vernietung durchführen könnte.
 
haubenstern

haubenstern

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Leider sehr teuer, aber ich habe mit dem Fluid (siehe Link) sehr gute Erfahrungen gemacht
steinmusic.de/audiofino/zube ... ittel.html
 
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rep32266744

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Viele Potis lassen sich mechanisch gut reinigen. Dazu bewege ich den Regler von Anfang bis ein 4tel od. 5tel. hoch, gehe zwei Raster zurück, schiebe höher um ein weiteres 4tel oder 5tel, zwei Raster zurück und wieder höher um ein 5tel, um festen Schmutz vor sicher herzuschieben und am Ende abzulagern also bis hoch. Dann beachten, dass die Regler nie ganz am Anschlag zu stehen kommen, da da dann der Schmutz "wartet".

Regler, die nicht mehr steuerbar sind, lasse ich fest stehen und schalte über Lautsprecher Ein/ Aus. So habe ich keine Nebengeräusche. Oder benutze den Vorverstärker. So erspare ich mir ne Menge Arbeit.

Kippschalter reinige ich durch 20maliges Betätigen sehr gut.
 
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Rocco11

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Hallo,

was die Reinigung und Reparatur von Potis angeht, bin ich inzwischen einen Schritt weiter.
Auch das Problem mit der Vernietung habe ich inzwischen gelöst.
Wen es interessiert, der möge meinen Bericht im Dampfradioforum lesen.



Gruß

Rocco11
 
inest1960

inest1960

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...DDR-Potis wurden in der Bauform relativ großzügig gebaut...
- irgendwo war immer ein(e) Loch/Öffnung
- satt mit techn. "Allehol" oder Spiritus gespült
- ausblasen / trocknen
--> ein paar Tropfen Hydraulik- oder Nähmaschinenöl auf der Kohlebahn, mehrmals drehen...
FERTIG :P
>>>Ich denke, es lässt sich auch auf NSW-Typen anwenden<<<
Habe vor Kurzem ein org. BMW*-Autoradio vom "Krachen" erlöst...

* alter 3er

Gruß Frank
 
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streikstudent

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Blutiger Anfänger
Hallo,

leider sind im ersten Beitrag keine Bilder zu sehen könnte diese bitte jemand wieder hochladen.

Danke
 
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Läpsch

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Informationselektroniker
Potis wirklich richtig reinigen

Erst einmal eins vorweg! WD40 hat hier gar nichts verloren!!! :devil:
Zuerst baut man das Poti aus. Anschließend wird das Teil, falls möglich, geöffnet. Sollte eine Demontage des Potigehäuses möglich gewesen sein, wird die Widerstandsbahn vorsichtig mit Kontakt 60 benetzt. Wobei die Betonung auf "benetzt" liegt und nicht auf "eingesuhlt" (gebadet). Dabei sollte das Zeug nicht in Richtung Achse laufen, denn dann sind evtl. eingefettete Achsen plötzlich gängig wie Windmühlen. Nach einer Einwirkzeit von max. 5 Minuten wird Kontakt 60 mit Wattestäbchen gründlich entfernt. Gelöste Oxidschichten, oder Cola, Bier, Kalk, etc. kommen so mit runter. Kommt man mit Wattestäbchen unter den Schleifer, diesen auch mehrmals kurz abziehen, aber nicht zu sehr verbiegen. Bei manchen Konstruktionen kann man den Schleifer sogar komplett entfernen, da geht man dann vor wie bei der Widerstandsbahn. Anschließend wird die Bahn und der Schleifer mit Kontakt WL (greift gebräuchliche Materialien nicht an) großzügig eingesprüht. Auch hier wieder darauf achten, dass nichts in Richtung Achse läuft. Da es sich bei "WL" um eine vor allem fettlösende Sprühwäsche handelt, sollten Rückstände noch im feuchten Zustand ebenfalls mit Wattestäbchen entfernt werden, wobei es sich von selbst versteht, dass man hierfür ein sauberes Stäbchen benutzt. Aber hier unbedingt darauf achten, dass Wattefasern nicht irgendwo am Poti hängen bleiben oder gar auf der Schleiferbahn oder am Schleifer selbst verbleiben. Meistens reicht hier eine einzige Sprühwäsche; falls nicht, den Vorgang wiederholen. Ist das Poti dann gänzlich frei von WL (das verdampft auch nach einiger Zeit von selbst, aber nicht so schnell wie z.B. Tuner- oder Videospray, was man ebenfalls hierfür benutzen kann),gibt man noch äußerst sparsam einigen Tropfen Kontakt 61 auf die zuvor gereinigten Teile und verteilt das vorsichtig mit einem frischen Wattestäbchen, und das war es dann!
Bei Potis, an denen das Gehäuse nicht entfernt werden kann, wird zuerst Kontakt 60 in die Öffnungen gesprüht und das Poti dann 20-30 mal über den gesamten Regelweg hin und her bewegt. Natürlich auch hier nichts in Richtung Achse laufen lassen!!! Anschließend mit Kontakt WL großzügig aussprühen, denn Kontakt 60 muss vollkommen entfernt werden, da es dezent ätzend wirkt. Auch hier das Poti -wie zuvor beschrieben- mehrmals bewegen. Hier muss man das Teil dann zur Seite legen, bis WL komplett verdampft ist. Notfalls bis zum nächsten Tag warten!!! Zum Schluss ebenfalls einige Tropfen Kontakt 61 auf die elektrischen Teile geben.
Bei der gesamten Prozedur unbedingt mehrere Lagen Küchentuch -oder im Notfall Zeitungspapier- auf die Arbeitsfläche legen und frische Luft bei der Reinigung kann nur von Vorteil sein.
 
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